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Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie

Dies ist die Internet-Seite des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie (ehemals Lehrstuhl für deutsches und europäisches Staats- und Verwaltungsrecht) an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover.

Sie finden hier Informationen über die Mitglieder des Lehrstuhls, Lehrveranstaltungen sowie Forschungsschwerpunkte und -aktivitäten.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu unserem Angebot oder zu unseren Lehrveranstaltungen haben, oder sollten Ihnen technische Mängel auffallen, schreiben Sie uns bitte eine Email.

Prof. Haltern Fellow am Wissenschaftskollegs zu Berlin

Ulrich Haltern hat ein Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Berlin angetreten und wird dort das akademische Jahr 2012/13 verbringen. Sein Lehrstuhl an der Leibniz Universität wurde im Wintersemester 2012/13 von PD Dr. Dirk Hanschel vertreten. Für das Sommersemester 2013 übernimmt PD Dr. Ulrich Vosgerau die Vertretung des Lehrstuhls. Im Wissenschaftskolleg haben international anerkannte Gelehrte, vielversprechende jüngere Wissenschaftler sowie Persönlichkeiten des geistigen Lebens die Möglichkeit, sich frei von Zwängen und Verpflichtungen für ein Akademisches Jahr auf selbstgewählte Arbeitsvorhaben zu konzentrieren. Die rund 40 Fellows bilden eine Lerngemeinschaft auf Zeit, die durch Fächervielfalt, Internationalität und Interkulturalität gekennzeichnet ist. Die Institution sorgt für optimale Bedingungen, damit die Fellows sich ganz ihrer intellektuellen Aufgabe widmen und dabei von dem Anregungs- und Kritikpotential einer herausragenden Gelehrtengemeinschaft profitieren können.

Weitere Informationen zum Wissenschaftskolleg finden Sie hier.

"Alles nur ein Missverständnis?" - HAZ Gespräch mit Professor Haltern

Am 8. November 2012 wurde Professor Dr. Haltern von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zum Gespräch zum Thema "Alles nur ein Missverständnis? - Obama als Deutscher" eingeladen. Den vollständigen Wortlaut finden Sie hier.

Prof. Haltern in Jury für Niedersächsischen Staatspreis

Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hat Herrn Prof. Haltern am 2. Januar 2012 für sechs Jahre (bis zum 31.01.2018) in die Jury des Niedersächsischen Staatspreises berufen.

Der Niedersächsische Staatspreis - früher Niedersachsenpreis - wurde Ende 1977 gestiftet. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 35.000 Euro Preisgeld ausgestattet. Damit ist er der bedeutendste und am höchsten dotierte niedersächsische Landespreis. Die Jury besteht aus 10 Mitgliedern, ist unabhängig und genießt große Entscheidungsfreiheit.

Weitere Informationen zum Niedersächsischen Staatspreis finden Sie hier. Die neue Jury stellt sich hier vor.

Outstanding Teacher Award 2011 aus St. Gallen für Prof. Haltern

Die Studierenden des Lehrgangs 2011 des Executive Master in European and International Business Law der Universität St. Gallen (Schweiz) - E.M.B.L.-HSG - haben Herrn Prof. Haltern zum besten Dozenten des gesamten Programms gewählt. Der Faculty von E.M.B.L.-HSG gehören über 100 Dozierende aus Europa, den USA, China und Japan an . Dabei handelt es sich um Professoren, Anwälte aus internationalen Kanzleien, Chefsyndici multinationaler Unternehmen, hohe Beamte und Höchstrichter.

Weitere Informationen zum E.M.B.L.-HSG finden Sie hier.

Interview mit Gert Scobel (3sat)

Wenn Forscher in aller Welt heute nach einer einheitlichen Theorie suchen, die unabhängig von der Größe für all die hochstrukturierten Systeme unserer Welt gilt, stellt sich die Frage, ob diese Suche quer durch alle Größenordnungen tatsächlich realistisch ist. Gibt es wirklich einheitliche Gesetze, die für alle komplexen Systeme in derselben Weise gelten? Der Philosoph, Theologe und 3sat-Moderator Gert Scobel hat Prof. Haltern im  Wissenschaftskolleg zu Berlin dazu befragt, ob und wie Recht skalierbar ist. Außerdem wollte er wissen, ob das, was in einer Dorfgemeinschaft klappt, auch auf der Größe von Nationalstaaten oder im Weltmaßstab funktionieren kann.

Prof. Haltern nach Fellowship am Käte Hamburger Kolleg "Recht als Kultur" zurück in Hannover

Nach seinem sechsmonatigen Aufenthalt am Käte Hamburger Kolleg an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn kehrt Professor Haltern an die Leibniz Universität Hannover zurück und unterrichtet im Sommersemester wieder.

Unter der Überschrift "Recht als Kultur. Für eine geisteswissenschaftliche Erforschung von Recht im Globalisierungsprozess“ will das Kolleg deutliche Schwerpunkte in den Geisteswissenschaften setzen, indem Rechts- und Kulturwissenschaften in einen produktiven Austausch gebracht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Vorhaben. Der Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Staats- und Verwaltungsrecht wurde von PD Dr. Jürgen Bast vertreten.

Weitere Informationen zum Käte Hamburger Kolleg finden Sie hier.

Aktuelle Veröffentlichungen und Lehrbücher

Der EuGH in der Kritik (hrsgg. v. U. Haltern u. A. Bergmann)

Die Kritik an EuGH-Entscheidungen hat deutlich an Schärfe gewonnen. Ihre Konjunktur ist ein Indiz – wofür ist freilich eine offene Frage. Manche sehen einen wild gewordenen EuGH, andere ein unterkomplexe rechtswissenschaftliche Reflexion. Deutlich ist immerhin, dass das eine nicht zum anderen passt. Daher ist es Zeit, das Thema EuGH-Kritik ausführlich zu betrachten.

Weitere Informationen

Europe - The New Legal Realism (hrsgg. v. H. Koch, K. Hagel-Sørensen, U. Haltern u. J.H.H. Weiler)

In December 2010, Hjalte Rasmussen turned 70. His colleagues and friends marked the occasion by this Festschrift, with contributors from all over the world. Hjalte Rasmussen has held the professorship in EU Law and International Law at the University of Copenhagen since 1993. His reputation, however, reaches far beyond the borders of Denmark. Indeed, he has achieved wide international recognition that transcends his national identity.

This Festschrift is a tribute to Hjalte Rasmussen’s many years of academic achievements in developing the theory and practice of European integration, and it is written in just that spirit. Hjalte’s friends and colleagues have contributed essays that are intended to provoke him, and readers in general. In writing for this very special scholar, they have taken more freedom than usual, and have chosen a fitting way to honour someone who really shook the field. We celebrate a deeply courageous, independent, humorous, and humane scholar. Ad multos annos!

 

Im Dezember wurde Hjalte Rasmussen 70 Jahre alt. Freunde und Kollegen aus aller Welt haben zu dieser Gelegenheit die vorliegenden Festschrift zusammengestellt. Hjalte Rasmussen hat den Lehrstuhl für Europarecht und Internationales Recht der Universität Kopenhagen seit 1993 inne. Seine Reputation jedoch reicht weit über die Grenzen Dänemarks hinaus. Er hat weltweit eine Anerkennung erfahren, die die nationale Identität hinter sich lässt.

Diese Festschrift zollt Hjate Rasmussens akademischen Errungenschaften vieler Jahre Anerkennung, in denen er seine Theorie und Praxis europäischer Integration entwickelt hat, und ist in eben diesem Geiste geschrieben. Hjaltes Kollegen und Freunde ehren ihn mit Beiträgen, die ihn und den Leser provozieren sollen. Sie haben beim Schreiben für diesen speziellen Wissenschaftler mehr Freiheit walten lassen als üblich und einen Weg gewählt, der zu jemandem passt, der seinen Forschungsbereich in den Grundfesten erschüttert hat. Wir feiern einen außerordentlich beherzten, unabhängigen, humorvollen und menschlichen Wissenschaftler. Ad multos annos!

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Obamas politischer Körper

Das Verhältnis zwischen den USA und Europa ist seit langem ambivalent. Europa schaut zugleich mit Faszination und Befremden auf die USA. Auch in Zeiten großer Begeisterung, wie sie der Aufstieg Barack Obamas und seine Wahl zum Präsidenten der USA ausgelöst haben, bleibt auf beiden Seiten ein Rest von Unverständnis. Das Buch erklärt dies mit unterschiedlichen Vorstellungswelten des Politischen. Nicht der Unterschied in Antworten auf Sachfragen, sondern eine fundamentalere Differenz dessen, was man als »soziale Imagination« bezeichnen kann, markiert den Ort des Befremdens: Wir leben in unterschiedlichen symbolischen Formen des Politischen. Das Buch stellt Barack Obama in den Mittelpunkt. Es zeigt, dass er sich ein Modell des amerikanischen Staates zu eigen macht, das organischer Natur ist und auf Verkörperung setzt. Es besitzt ein großes Bewahrungsmoment, stützt sich auf historische Vorbilder und steht in Kontrast zum diskursiveren europäischen Modell, das stärker um das Wort als um den Körper kreist. Das Buch ist keine Biographie Obamas, sondern zeigt eine Tiefendimension des Politischen, die Obamas Verständnis des politischen Körpers beleuchtet und sich in seinem eigenen Körper spiegelt, der dadurch politisch wird. Zugleich schauen wir in einen Spiegel und sehen klarer, wer wir in Europa sind.

2. Auflage des Lehrbuchs "Europarecht. Dogmatik im Kontext"

2. Auflage des Lehrbuchs zum Europarecht, das die Dogmatik in ihrem politischen, wirtschaftlichen, sozialen, historischen, kulturellen und institutionellen Kontext behandelt, ist als UTB-Buch im Verlag Mohr Siebeck (Tübingen) erschienen. Es hat 833 Seiten und kostet € 26,90.

  • Mehr Informationen hier.
  • Einige Rezensionen der 1. Auflage hier.

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Zypern in der Europäischen Union

Ausgewählte völker- und europarechtliche Aspekte(mit Astrid Epiney, Bernhard Hofstötter und Atilay Ileri)

Trotz jahrelanger Bemühungen der UN um eine Lösung des Zypernkonflikts, die im Annan-Plan gipfelten, trat am 1. Mai 2004 die faktisch geteilte Insel Zypern der EU bei. Vor dem Hintergrund aktueller Entspannungstendenzen zwischen den beiden Volksgruppen unternimmt der Band den Versuch, völker- und europarechtliche Grundfragen der EU-Mitgliedschaft Zyperns zu identifizieren und zu analysieren. Dabei geht der Band insbesondere der Frage nach, auf welche Weise das Unionsrecht auf das Phänomen der faktischen Teilung Zyperns reagiert, und thematisiert die Angemessenheit dieser Reaktion aus rechtsdogmatischer und rechtstheoretischer Perspektive.


Baden-Baden (Nomos) und Zürich (Schulthess) 2008, 367 Seiten, € 89,-.

Gemeinschaftsrechtliche Aspekte des Glücksspiels

Das Recht des Glücksspiels ist nach unzähligen Gerichtsentscheidungen nationaler und supranationaler Provenienz sowie nach umfangreicher legislativer Tätigkeit im Fluss. Das Buch setzt sich mit der Frage auseinander, ob das Glücksspielrecht nach dem Glücksspiel-Staatsvertrag den gemeinschaftsrechtlichen Anforderungen -- insbesondere den Erfordernissen der Grundfreiheiten -- entspricht.

Berlin: Duncker & Humblot 2007, 169 Seiten, € 48,-

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Was bedeutet Souveränität?

Der Begriff der Souveränität scheint heute viel von seiner Plausibilität für das Denken von staatlicher und überstaatlicher Gemeinschaft eingebüßt zu haben. Dieses Buch zeigt jedoch anhand einer genealogischen Untersuchung, dass Souveränität nach wie vor unsere Vorstellungen des Rechts und des Politischen entscheidend prägt; sie ist eine Schnittstelle von Recht und Gewalt. Dadurch wird Souveränität zum Schlüsselbegriff in der Beschreibung der Welt des Rechts, der Politik und unserer selbst.

Tübingen: Mohr Siebeck 2007, 136 Seiten, € 34,-

  • Mehr Informationen hier.
  • Rezension Deutschlandradio Kultur (mit Podcast) hier.
  • Rezension Süddeutsche Zeitung hier.
  • Rezension European Journal of International Law hier.

Europarecht und das Politische

 Die Mehrzahl der Bürger Europas steht der europäischen Integration gleichgültig gegenüber. Dieses Befunds müssen sich Juristen annehmen, denn Fragen der bürgerlichen Identität und der sozialen Legitimation sind eng mit dem Recht verbunden. Diese Studie macht anhand einer kulturtheoretischen Analyse des Rechts die Unterschiede zwischen der Imagination des Politischen im Nationalstaat und in der Europäischen Union sichtbar. Die theoretische Erkenntnis, dass Recht nicht gleich Recht ist, wird an der europäischen Rechtspraxis in den Bereichen des Warenverkehrs, des Rechtsschutzes, der Grundrechte und der Unionsbürgerschaft erprobt. Dabei wird deutlich, dass der EuGH die Union zunehmend in den Bereich kollektiven Willens und damit nationalstaatlicher Imagination des Rechts und des Politischen führt.

Tübingen: Mohr Siebeck 2005, 637 Seiten, €114,-

Europawissenschaft (hrsgg. v. G.F. Schuppert, I. Pernice und U. Haltern)

Die klassische Staatlichkeit befindet sich im Wandel. Mit der fortschreitenden Integration der Nationalstaaten in ein vereinigtes Europa ist ein Prozess der Europäisierung in Gang gekommen, der weit reichende Konsequenzen hat. Die Nationalstaaten sind inzwischen »europäisierte Nationalstaaten« mit einer europarechtlich überformten Rechts- und Wirtschaftsordnung. Zugleich ist ein neuer Herrschaftsverband entstanden, dessen Eigenart mit den überkommenen Kategorien von Bundesstaat und Staatenbund nicht angemessen zu erfassen ist. Dies bedeutet, dass öffentliche Herrschaft und Freiheitsordnung nicht länger allein staatliche Phänomene sind, sondern eine neue Ordnung entstanden ist, die disziplinenübergreifend neu zu vermessen ist. Diese Neuvermessung nimmt der Band Europawissenschaft systematisch vor und bündelt dabei die vorhandene europabezogene Forschung. EU-Europa wird dabei als eigenständiger Forschungsgegenstand und eigenständige Forschungsherausforderung begriffen.

Baden-Baden: Nomos 2005, 813 Seiten, brosch. €59,-

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PD Dr. Ulrich Vosgerau (Lehrstuhlvertreter)

Prof. Dr. Haltern (Lehrstuhlinhaber)

Letzte Änderung: 13.04.2013
 
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