Internationales

Vielfältige internationale Bezüge prägen Studium, Forschung und Lehre an der Juristischen Fakultät. Akademische Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge und verschiedene interntionale Vereinigungen ergänzen das grundständige Lehrangebot.
Studiengänge mit internationalem Profil
Im Rahmen der Programme ELPIS I und ELPIS II ("European Legal Practise Intergrated Studies") werden Studiengänge in der Europäischen Rechtspraxis angeboten. Während der Magisterstudiengang ELPIS I einen Ergänzungsstudiengang für Studierende aus Hannover oder einer der über 30 europäischen Partneruniversitäten darstellt und mit dem MLE ("Magister Legum Europae") abschließt, richtet sich ELPIS II vor allem an Studierende, die ihre juristische Ausbildung außerhalb Europas abgeschlossen haben und nun einen vertieften Einblick in mehrere europäische Rechtsordnungen nehmen möchten.
Im Bereich IT-Recht und geistiges Eigentum bietet die Fakultät den Master-Studiengang EULISP an. Aufgrund des grenzüberschreitenden Charakters dieser Rechtsgebiete und des nachhaltigen Einflusses fortschreitender Harmonisierungen auf EU-Ebene ist auch dieser Studiengang international ausgerichtet. Eines der zwei Studiensemester wird obligatorisch an einer der zehn renommierten Partneruniversitäten im europäischen Ausland verbracht.
Internationale Bezüge im Jura-Studium
Aber auch im Studium der Rechtswissenschaften selbst ist der "Blick über den Tellerrand" der deutschen Rechtsordnung nicht mehr wegzudenken. Der zunehmenden Beeinflussung nationalen Rechts durch internationale Entwicklungen wie die europäische Integration und die gestiegene Bedeutung internationaler Verflechtungen etwa im IT-Recht und im Recht des geistigen Eigentums trägt die Juristenausbildung in Hannover in vielfältiger Hinsicht Rechnung.
Schon in den ersten Semestern bietet das Fachsprachenzentrum die Möglichkeit, in aufeinander aufbauenden Kursen einen Einblick in das Rechtssystem und die juristische Fachsprache verschiedener Staaten zu gewinnen.
Im Schwerpunktstudium können einerseits genuin international ausgerichtete Rechtsgebiete wie das Völker- und Europarecht und das internationale Privatrecht studiert werden (SP 5: Internationales und Europäisches Recht), oder aber solche mit grenzüberschreitendem Charakter (etwa SP 6: Wirtschaftsverwaltungsrecht und Infrastrukturverwaltung und SP 7: IT-Recht und Geistiges Eigentum).
Internationale studentische Vereinigungen in Hannover
Nicht nur die Leibniz Universität, die juristische Fakultät und ihre Partnerhochschulen und Partner aus der Wirtschaft eröffnen den Hannoveraner Studierenden internationale Angebote. Ein wichtiger Bestandteil des Campus-Lebens sind auch Vereinigungen von Studierenden, die in Eigeninitiavie und -regie die Vernetzung mit anderen Studierenden aus Europa und der ganzen Welt suchen. Den Mitgliedern dieser Vereinigungen bieten sich einzigartige Gelegenheiten zum Erwerb und Ausbau von soft skills wie Organisation, Verhandlungsführung und Fremdsprachenkenntnissen.
Die European Law Students' Association (ELSA) ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Jurastudentenvereinigung der Welt. Ihr Fokus liegt auf der Organisation gemeinsamer Veranstaltungen, Seminare und Konferenzen mit Studierenden aus den verschiedensten deutschen und europäischen Hochschulen. Ein zentrales Angebot ist auch die Vermittlung von Praktika in ausländischen Anwaltskanzleien, Wirtschatsunternehmen und Behörden.
Die ELPIS-Initiative e.V. ergänzt und begleitet dabei die Programme ELPIS I und II und bietet dabei etwa gemeinsame Veranstaltungen mit den in Hannover anwesenden Studierenden der Partneruniversitäten und den Erfahrungsaustausch mit erfolgreichen Absolventen der Programme.
Internationaler Wettbewerb in Moot Courts
Eine hervorragende Gelegenheit, die im Studium erworbenen Sprach- und Rechtskenntnisse praktisch zu testen, bieten Moot Courts zu internationel Rechts. In ausführlichen Schriftsätzen und simulierten Gerichtsverhandlungen lernen die Teilnehmer, ihren Rechtsstandpunkt im Wettstreit mit Studierenden aus der ganzen Welt zu vertreten und durchzusetzen.
Der traditionsreiche Willem C. Vis Moot-Court führt etwa in die Praxis der internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit ein und zeichnet sich durch zahlreiche "Proberunden" in internationalen Großstädten und die von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleiteten Finalrunden in Wien aus. Die ELSA Moot Court Competition bietet die Möglichkeit, sich auf dem Gebiet des WTO-Rechts zu messen.

