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Schwerpunkt 8

Seminar vom 17.-19.05.2018 im Seehaus der RAK München, Seeshaupt: "Die Rolle des Rechtsanwalts im deutschen und österreichischen Zivilverfahrensrecht - eine rechtsvergleichende Darstellung"

Das Institut für Zivilverfahrensrecht und Insolvenzrecht der Karl-Franzens-Universität Graz und das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht der Leibniz Universität Hannover laden jeweils sechs Studierende ein, an einem rechtsvergleichenden Seminar teilzunehmen. Sinnbildlich auf halbem Weg zwischen den Standorten beider Universitäten, findet das Seminar vom 17.-19.05.2018 im Seehaus der RAK München in Seeshaupt (Starnberger See) statt. So soll fernab des Universitätsalltags der wissenschaftliche Austausch zwischen den beiden Universitäten, den Studenten untereinander, wie auch der Austausch der Studenten mit Referenten aus Wissenschaft und Praxis gefördert werden. Dazu werden jeweils ein/e Studierende/r der Universität Graz und ein/e Studierende/r der Universität Hannover gebeten, ein im Vorfeld des Seminars vergebenes und vorbereitetes Thema aus dem Bereich des anwaltlichen Berufsrechts zu präsentieren. Im Anschluss an jeden Vortrag besteht die Möglichkeit der Diskussion.

Neben den Studierenden nehmen die folgenden Referenten aus Wissenschaft und Praxis teil, und halten Vorträge zu den folgenden Themen:

·        Guidelines on representation in arbitration,

Univ.-Prof. Christian Aschauer, Partner der Kanzlei ARP Andreas Reiner & Partner, Professur für Schiedsverfahrensrecht unter besonderer Berücksichtigung des Praxisbezugs an der Karl-Franzens-Universität Graz

·        Die Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Rechtsberatung für Rechtsanwälte,

Dr. Frank Remmertz, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und IT-Recht der Kanzlei Remmertz Legal München

·        Die Rolle des Rechtsanwalts als Insolvenzverwalter,

Hon.-Prof. Dr. Reckenzaun MBL, Rechtsanwalt für Kreditsicherungsrecht, Sanierungsrecht und Insolvenzrecht der Kanzlei Böhm Reckenzaun & Partner, Lehrbeauftragter und Prüfer für das Fach "Zivilgerichtliches Verfahren" an der Karl-Franzens-Universität Graz

·        Die Rolle des Rechtsanwalts in Massenverfahren,

Rechtsanwalt Dr. Alexander Klauser, bkp Rechtsanwälte Wien; Lehrbeauftragter an den Instituten für ZVR der Universitäten Wien und Graz und an der Anwaltsakademie; Vertrauensanwalt der österr. Verbraucherorganisation VKI

·        Anwälte und Prozessfinanzierung – ein berufsrechtliches Minenfeld?,

Thomas Kohlmeier, Mitbegründer und Co-Geschäftsführer Nivalion AG

 

Die Reise- und Unterbringungskosten der Studierenden werden übernommen.

Es besteht die Möglichkeit einen Seminarschein zu erlangen.

 

Die Anmeldefrist ist der 16.04.2018, bei einer die verfügbaren Plätze übersteigenden Anmeldezahl werden die Plätze in der Reihenfolge des Zeitpunkts der Anmeldung vergeben. Ein etwaiger Vorbereitungstermin wird noch bekanntgegeben.

Rückfragen und Ihre verbindliche Anmeldung richten Sie bitte an:

Luisa Volkhausen                            

Mail:                  luisa.volkhausen@jura.uni-hannov.de

Telefon:              +49 511 762 8273

Raum:                1501.901

Skript zur Vorlesung "Allgemeine Verfahrensgrundsätze im Zivil-, Straf- und im Öffentlichen Recht"

Im Rahmen des Schwerpunktstudiums findet die Veranstaltung "Allgemeine Verfahrensgrundsätze im Zivil-, Straf- und im Öffentlichen Recht" statt.

Der Rechtsanwalt wird in der Regel nicht nur vor den Zivilgerichten auftreten können. Er muss seine Fälle auch vor dem Arbeitsgericht, Verwaltungsgericht, der Sozialgerichtsbarkeit, den Zivil- und Strafgerichten u. U. sogar vor dem Finanzgericht vertreten. Die Diversifizierung in fünf voneinander unabhängige Gerichtszweige mit einer jeweils eigenen Verfahrensordnung und einer jeweils eigenen Verfahrenskultur ist im internationalen Vergleich eine deutsche Besonderheit. Die Vorlesung will einerseits ein vertieftes Verständnis für die anwaltliche Tätigkeit im Prozess allgemein wecken und anderseits den Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Verfahrensordnungen nachspüren. Ausgehend von den Justizgrundrechten in der Europäischen Menschenrechtskonvention und dem Grundgesetz wird untersucht, wie diese in den einzelnen Verfahrensordnungen umgesetzt wurden. Querschnittartig werden bestimmte Fragestellungen in den unterschiedlichen Verfahrensordnungen (im Wesentlichen konzentriert sich die Vorlesung dabei auf die ZPO, die StPO und die VwGO) gelöst werden. Hierzu zählt z.B. die Stellung des Rechtsanwalts, die Begründung der Rechtshängigkeit, das Rechtsmittelsystem, der Streitgegenstand, die Beweisregelungen etc.