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Zum Wettbewerb

“Just one of the great things about the ICC mediation Competition is the invaluable contribution that it is making to the future of international dispute resolution. The students learn and demonstrate mediation and negotiation skills that they will use throughout their careers for the benefit of the global business community. These lawyers will be able to communicate constructively across cultural borders in a way that many of their predecessors have struggled to do”.

Christopher Newmark, Mediator & Arbitrator, Spenser Underhill Newmark LLP

 

Bei der ICC International Commercial Mediation Competition handelt es sich um den weltweit einzigen internationalen Studierendenwettbewerb im Bereich der Mediation. Veranstaltet wird er von der Internationalen Handelskammer (ICC) und der Dispute Resolution Section der American Bar Association (ABA) in Paris. Wie bei internationalen Studierendenwettbewerben üblich, ist die Verhandlungssprache englisch. Die anzuwendenden Rechtsmaterien basieren auf der Arbeit internationaler Organisationen und Arbeitsgruppen. Die Leistungen der Studierenden werden von erfahrenen Praktikern bewertet. Am 11. Durchgang 2016 nahmen Teams von 66 Universitäten aus über 40 Nationen teil. Die mehr als 500 Studenten wurden dabei von rund 130 Praktikern bewertet. Die Leibniz Universität Hannover beteiligt sich 2011 zum ersten Mal. Bei der 10th ICC Mediation Competition 2015 konnte der Special Award für "Best Team Work: Counsel and Client" und im darauf folgenden Jahr der Special Award für "Best Interaction with the Mediator" gewonnen werden. Bei der 12th ICC Mediation Competition 2017 ist das Team der Leibniz Universität Hannover erstmals in die Finalrunden des Wettbewerbs eingezogen. Die Betreuung erfolgt durch das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA).

Die ICC Mediation Competition versteht sich als Ausbildungsprogramm im Bereich der Wirtschaftsmediation als Teil der klassischen Alternativen Streitbeilegung. In diesem Bereich ist die ICC eine der weltweit führenden Institutionen. Studierende sollen neben der behandelten Materie auch ein Gefühl dafür bekommen, wie man Parteien unterschiedlicher kultureller Herkunft zu einvernehmlichen Lösungen motivieren kann. Dies ist im Bereich der Wirtschaftsmediation besonders wichtig. Viele Unternehmen sind grenzüberschreitend tätig. Kommt es zu Streitigkeiten, können diese in kostspieligen und langwierigen Gerichts- oder Schiedsverfahren münden. Die Grundlage einer weiteren vertrauensvollen Zusammenarbeit ist nicht mehr gegeben. Aus Geschäftspartnern werden Prozessgegner. Weiterhin ist das Resultat grenzüberschreitender Rechtsstreitigkeiten schwer abzusehen. Nicht zuletzt besteht hier eine erhöhte Gefahr, dass international uneinheitliche Beweis- oder Verfahrensregeln über Gewinn oder Verlust entscheiden. Zudem gilt zumindest vor staatlichen Gerichten das Prinzip der öffentlichen Hauptverhandlung.

In Anbetracht dieser Umstände wird Mediation für Unternehmen immer interessanter. Auch in Deutschland setzt sich diese Form der Streitbeilegung immer mehr durch. Entsprechend interessiert sind Unternehmen an entsprechenden Ausbildungsangeboten. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb in Hannover wird daher auch in Kooperation mit Unternehmensjuristen betrieben, die selbst ausgebildete Mediatoren sind.