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Warum überhaupt Jura?

Weil Juristinnen und Juristen entgegen aller Klischees nicht Gesetze auswendig lernen, ihr Leben in die Bibliothek verlagern oder mit dem neuesten, natürlich karierten, Schal einer bekannten britischen Marke über den Campus laufen – das Studium der Rechtswissenschaften kombiniert Ereignisse des alltäglichen Lebens mit einer professionellen Arbeitsweise und einer hochwissenschaftlichen Tätigkeit. Jura ist mehr als nur Recht!

  • Wussten Sie, dass mit der Einschreibung an der Universität ein öffentlich-rechtliches Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Universität begründet wird?
  • Welche Rechte und Pflichten begründet werden, wenn Sie in den Applestore gehen und sich ein neues Smartphone kaufen?
  • Wissen Sie, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn Sie schwarzfahren? Und warum?
  • Wer ahnt schon, dass mit dem bloßen Einsteigen in die Bahn ein kompletter Beförderungsvertrag geschlossen wird?
  • Hätten Sie geahnt, dass Jurastudierende sich im Strafrecht mit Katzenkönigen auseinandersetzen?

Das Studium der Rechtswissenschaften hält für Sie die ganze Vielfalt des Rechts sowie eine Vielzahl relevanter Fächer bereit. Recht gestaltet sich oft unauffällig im Hintergrund – das Verständnis rechtlicher Vorgänge hingegen hilft Juristinnen und Juristen nicht nur im Alltag, es eröffnet zudem eine interessante Bandbreite an zukünftigen Berufsmöglichkeiten. Ob Anwaltskanzlei, Richteramt oder juristische Bestandteile von großen Wirtschaftsunternehmen: mit einem Jurastudium halten Sie sich alle Chancen offen!

Ablauf des Studiums — Vom ersten Semester bis zum Berufsstart

Die Rechtswissenschaften sind ein durch ihre große Aufstellung an Themengebieten rundum abwechslungsreiches und spannendes, aber auch anspruchsvolles Studium. Mit einer Regelstudienzeit von rund neun Semestern erstreckt sich Jura über das Grund- und Hauptstudium, das Schwerpunktstudium, das Repetitorium sowie die erste staatliche Prüfung und gilt als umfangreicher und arbeitsaufwendiger als andere Studiengänge.

Nicht nur das Recht an sich findet Platz in der juristischen Lehre. Bedeutende Fremdsprachen, wichtige juristische Schlüsselqualifikationen und Themengebiete aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gehören ebenso zur Ausbildung eines jeden Rechtswissenschaftlers. Ist der staatliche Teil des Studiums erst einmal geschafft, erwartet Absolvent*innen der Titel „Diplom-Jurist*in“. Doch damit nicht genug – wer den Weg zum Titel „Volljurist*in“ gehen möchte, den erwartet nach dem ersten Staatsexamen ein zweijähriges Referendariat und die zweite staatliche Prüfung.

 

Der Weg eines Rechtswissenschaftlers ist unzweifelhaft kein kurzer – und doch beinhaltet er umfangreiche neue Erfahrungen, enthält interessante Stationen und hält für jede/n Einzelne/n ganz besondere Herausforderungen bereit!

Juristen sind sehr viel mehr als nur Vertreter des Rechts und genießen diesen Ruf über ihre eigene Berufsgruppe hinaus. Sie gelten als logische Denker und können abstrakte Sachverhalte analytisch abstrahieren. Die Sprache ist Handwerkszeug und Ausdrucksmittel eines jeden Juristen, was eine ausgeprägte rhetorische und methodische Kompetenz unabdingbar macht. Nicht zuletzt verfügen Juristen über umfangreiche soziale Fähigkeiten, ihr beruflicher Alltag setzt sich zumeist aus der Interaktion mit anderen Charakteren zusammen.

Die drei Rechtsgebiete und Grundlagen

Alles hat irgendwie mit Recht zu tun – daher bedarf es zunächst einer Systematisierung. Juristen ordnen dazu unterschiedliche Rechtsquellen drei großen Gebieten zu. Eine umfassendere Betrachtung des Rechts findet mit wirtschaftlichen, philosophischen und geschichtlichen Aspekten in den Grundlagen statt. Die Tabelle gibt einen ersten Überblick:

Zivilrecht: 

Das Zivilrecht regelt die Rechtsbeziehungen der Bürger*innen untereinander. Besonderes Merkmal ist die Entscheidungsfreiheit der/s Einzelnen.

Beispiel:

Kauf eines Buchs, § 433 BGB

Strafrecht: 

Mit dem Strafrecht ahndet der Staat unerwünschtes Verhalten.

Beispiel:

Erschleichen von Leistungen, § 265a StGB(umgangssprachlich: "Schwarzfahren")

Öffentliches Recht:

Das öffentliche Recht regelt das Handeln des Staates. Es ist gleichermaßen von Zwang und Daseinsvorsorge geprägt.

Beispiel:

Immatrikulation an der Universität, § 19 NHG

Grundlagen:

Der sichere Umgang mit Gesetzen erfordert philosophische, geschichtliche, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Kenntnisse.

Beispiel:

Aufarbeitung von "gesetzlichem Unrecht" im Dritten Reich einerseits und in der DDR andererseits