• Zielgruppen
  • Suche
 

Tagung des akademischen Mittelbaus der Juristischen Fakultät

"Der homo oeconomicus in der Rechtsanwendung"

„Um der Menschen willen ist alles Recht begründet“ heißt es in einer prominenten Digestenstelle des Corpus Iuris Civilis (D. 1, 5, 2). Wer den Zweck des Rechts in die Menschen setzt, braucht indes auch eine Vorstellung davon, wie der Mensch beschaffen sei. Ist er ein rationales Wesen? Strebt er stets danach, seinen eigenen Nutzen zu maximieren? Und sind letztlich alle seine Handlungen egozentrisch? Nach dem klassischen Verhaltensmodell der Ökonomik sind diese Fragen zu bejahen. Wie aber hält es der Jurist? Insbesondere vom Richter fordert das Recht hierauf eine Antwort, wenn Generalklauseln, unbestimmte Rechtsbegriffe und wertungsoffene Tatbestände, die auf den Maßstab typischer Verhaltensweisen abstellen, mit dem Lebenssachverhalt vermittelt werden sollen.

Gegenstand der diesjährigen Tagung des akademischen Mittelbaus ist die Suche nach dem Menschenbild in der Rechtsanwendung. Es soll die von einigen Autoren vertretene These untersucht werden, ob der homo oeconomicus tatsächlich das einzig maßgebliche Verhaltensmodell in der richterlichen Entscheidungspraxis ist.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen an der Tagung teilzunehmen. Insbesondere sind natürlich die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leibniz Universität Hannover - aber gerne auch anderer Universitäten - eingeladen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.