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Fr | 15.06.2018 | 10.30 Uhr

TRUST Tagung "Stadt und Land - Hybride Räume?"; Geodätisches Institut (Nienburger Str. 1; 30167 Hannover)

Das Cluster “Raum- und Siedlungsstrukturen” im interfakultären Forschungszentrum TRUST der Leibniz Universität Hannover diskutiert mit der Konferenz „Stadt und Land - Hybride Räume?“ Forschungsfragen und Methodiken mit wissenschaftlichen Gästen aus verschiedenen Disziplinen. Stadt und Land als Kategorien räumlicher Planung und Gestaltung erfahren neue Deutungen in der einsetzendenräumlichen Transformation, ausgelöst durch Klimawandel und wirtschaftliche wie soziale Neuausrichtungen.Stadt und Land verlieren zunehmend an Trennschärfe: es konstituieren sich vielgestaltigeStadt-Land-Überlagerungs- und Verflechtungsräume. Andererseits sind spezifische Polarisierungen undKonzentrationsprozesse feststellbar, die Konzepte zu Stadt und Land in neuen Beziehungsgeflechtenverstehen. Die ineinander greifenden Maßstabsebenen Ort – Teilregion – Region werden in dieser neuenBetrachtungsweise integriert. Der Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf der Erfassung, Bewertung,Entwicklung und Gestaltung der aus den Transformationsprozessen zu erwartenden Raum- und Siedlungsstrukturen.Die transdisziplinäre Forschung erfordert die Kooperation mehrerer wissenschaftlicherDisziplinen (u.a. Regional-, Umwelt-, Orts- und Freiraumplanung, Architektur und Städtebau, Rechtswissenschaften,Ingenieurwissenschaft, Sozial- und Geisteswissenschaften), die im Forschungszentrum TRUSTzusammenarbeiten, sowie von Akteuren aus Institutionen und Gebietskörperschaften in Theorie und Praxis.

Begriffe und Konzepte zur Transformation von Stadt und Land

Die Konferenz thematisiert im ersten Teil Begriffe und Konzepte zur Transformation von Stadt und Landzwischen Prozessen der Polarisierung und Hybridisierung. Damit sollen Forschungsfragen zu Abhängigkeitenvon räumlich-materiellen und funktionalen, sowie kulturellen, imaginären und diskursiven Ebenen geschärftwerden. Damit sind auch sozio-ökonomische Muster und kulturelle Faktoren zwischen verändertenindividuellen Lebensformen und Gemeinschaftsorientierung angesprochen, die Raum- und Siedlungsstrukturenbeeinflussen, sowie raumrelevanten Politiken, Governance und Förderinstrumenten, die noch nichtauf Polarisierung und Hybridisierung antworten.

Zwei Thematische Schwerpunkte

In zwei thematischen Schwerpunkten werden im zweiten Teil der Konferenz zwei hochaktuelle Felder näher betrachtet, um Forschungsfragen und Methoden zu diskutieren: der Einfluss von Digitalisierung auf die Entwicklung von Räumen, sowie neue Modelle und Interaktionen von Räumen und Netzwerken für Wohnen, Arbeiten und Mobilität.

Digitalisierung und Raumentwicklung

Digitalisierung wird die ökonomische und gesellschaftliche Bewertung von Räumen verändern. Ob dies zu einer Angleichung oder zum Auseinanderdriften von urbanen und ländlichen Räumen führen wird, ist theoretisch umstritten, empirisch kaum erforscht und (insbesondere regional)politisch hochrelevant. Diese Session der Tagung offeriert einen Überblick zum Stand der Forschung sowie eine moderierte Diskussion möglicher Forschungsfragen und methodischer Ansätze.

Wohnen/Arbeiten und Mobilität

Etablierte Raumkategorien werden auch von Menschen herausgefordert, die Distanzen zwischen städtischen Arbeitswelten und ländlichen Wohnumfeldern überwinden und so in ihrem Alltag verbinden. Entsteht durch diese Form von Mobilität raumbezogene Hybridität? Und wie ließe sich diese, wie weitere Formen von Hybridität im Raum erfassen? Fragen dieser Art sollen in dieser Session der Tagung gestellt und diskutiert werden.

Anmeldung zur Tagung

Interessierte können sich für die Tagung bis zum 30.05.2018 hier anmelden. Die Tagungsgebühr beträgt 40,00€.

Ausführliche Informationen zum Programm der Tagung finden Sie hier als PDF.