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Legal Tech Inkubator

Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet immer weiter voran. Auch die Anwaltsbranche ist mittlerweile von ihr eingeholt worden, man spricht hier von Legal Technology. Schon heute werden Tätigkeiten, die noch vor wenigen Jahren fest in der Hand der Anwaltschaft waren, schneller und günstiger durch Software erledigt, als es Anwälte jemals gekonnt hätten. Vor allem angehende Juristen müssen erkennen, dass große Teile ihrer Leistung standardisierbar, automatisierbar und damit skalierbar geworden ist.

Auf diese neuen Herausforderungen am Arbeitsmarkt reagiert die Juristische Fakultät mit dem Legal Tech Inkubator und schafft für die Studierenden eine Veranstaltung, in der notwendige Kenntnisse der Funktionsweise von Legal Tech vermittelt werden. In einem interdisziplinären Ansatz soll Studierenden der Rechtswissenschaft und Informatik hier die Gelegenheit gegeben, ihre während des Studiums erworbenen Kenntnisse praktisch anzuwenden.

Mit der Zusammenführung verschiedener Studienfächer in der Form eines Legal Tech Inkubators verfolgt die Juristische Fakultät Ansätze amerikanischer Universitäten und unternimmt den Versuch, frei von einem festen Lehrplan die kreative Eigenleistung der Teilnehmer zu fördern. Den Studierenden bietet er damit ein bundesweit einzigartiges Angebot und eine unglaubliche Chance.

In einer bereits zum Wintersemester 2017/2018 etablierten begleitenden Lehrveranstaltung werden dazu zunächst folgende fundierte Einblicke gegeben:

-     Anwendungsbereiche des Legal Tech,

-     Auswirkungen von Legal Tech auf die Rechtsbranche,

-     Vereinbarkeit mit dem RDG,

-     Legal Design Thinking,

-     Blockchain und Smart Contracts,

-     Einsatz von KI in der Rechtsberatung,

-     Digitalisierung der Justiz.

Im Rahmen der praktischen Beteiligung am Legal Tech Inkubator sollen ab dem Wintersemester 2018 ergänzend Kompetenzen in den folgenden Themengebieten vermittelt werden:

-     Anwendungsentwurf und Entwicklung,

-     Übertragung von juristischen Problemstellungen in informationstechnologischen Logik-strukturen,

-     Entwicklung juristischer Expertensysteme,

-     Fähigkeit zur Erstellung einfacher Modelle für maschinelles Lernen.

Neben den bereits aufgezeigten Fähigkeiten soll der Inkubator mit seinem interdisziplinären Ansatz den Teilnehmern die Möglichkeit zum Ausbau der Vermittlungskompetenz ihrer bereits akquirierten Fähigkeiten auf ihren Fachgebieten bieten. So sollen Teilnehmer eigenständig und selbstgesteuert mit einem informationstechnischen Schwerpunkt ihr Wissen an Teilnehmer mit juristischem Schwerpunkt vermitteln und umgekehrt. Der Inkubator bringt mit seiner Ausrichtung auf die Schnittmenge zwischen Technologie und Recht dabei nicht nur die Notwendigkeit dieser Vermittlung untereinander mit sich, sondern bietet den Teilnehmern gleichzeitig die Chance, eigenes Wissen didaktisch aufzubereiten und von dem Wissen anderer Teilnehmer zu profitieren. Studierende der Rechtswissenschaften erhalten somit einen ihnen sonst vielmals verwehrten Einblick in die Informationstechnologie, sowie Studierende der Informatik bspw. einen Einblick in das juristische Arbeiten und juristische Themengebiete erhalten können.