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Drittmittelprojekt: TRAIN 2 EN4CE

Drittmittelprojekt: TRAIN 2 EN4CE

Leitung:  Prof. Dr. Christian Wolf
Team:  Dipl-Jur. Lissa Gerking
Jahr:  2019
Förderung:  47.379,60€ durch die EU
Laufzeit:  09/2019-03/2022

Das Projekt

Das Projekt Train 2 En4ce (frei übersetzt: „Schulen um Durchzusetzen“) dient einer verbesserten Implementierung von Kenntnissen und Fähigkeiten über das Europäische Mahnverfahren (VO Nr. 1896/2006) und das Europäische Verfahren für geringfügige Forderungen (VO Nr. 861/2007) in der Praxis. Insbesondere das Europäische Mahnverfahren wird rechtstatsächlich weniger häufig angewendet, als es der ursprünglichen Prognose der Kommission entsprach. Eine der möglichen Ursachen könnte darin liegen, dass Kenntnis und Vertrautheit mit dem Europäischen Mahnverfahren weitaus geringer ausgeprägt ist, als mit dem nationalen Mahnverfahren. Um auch auf dieser Ebene einen verbesserten Zugang zum Recht zu gewährleisten, will die Kommission mit Schulungsprogrammen die verbreitete Anwendung des Europäischen Mahnverfahrens und des Europäischen Verfahrens für geringfügige Forderungen erreichen.

Teil des Projekts ist eine intensivierte Zusammenarbeit zwischen jeweils zwei Projektpartnern. Deutschland und Albanien werden während der Projektzeit in einen vertieften Austausch über Ansätze und Entwicklungen der Erfahrungen gehen, um auch auf dieser Ebene die grenzübergreifende Implementierung des europäischen Prozessrechts zu verbessern.

Forschungsziele

Im Rahmen des Projekts Train 2 En4ce sollen RichterInnen, RechtsanwältInnen und Gerichtsbedienstete durch ein europäisches Schulungsprogramm mit nationaler Schwerpunktsetzung in der Anwendung der beiden Verordnungen gestärkt werden. Die entsprechende Schulung soll zielgenau erfolgen und notwendiges Verständnis, Wissen und Können über Anwendung und Funktionalität der beiden Verordnungen vermitteln. Zur Ermittlung des Schulungsbedarfs erfolgt im ersten Schritt eine Umfrage bei den entsprechenden Personengruppen. Darauffolgend werden anhand des Bedarfs entwickelte Schulungen gegeben und im dritten Schritt die Effizienz der praxisbezogenen Arbeit bewertet.