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Jubiläumsdurchgang: Institut für Prozess- und Anwaltsrecht organisiert zehnten Soldan Moot Court

Jubiläumsdurchgang: Institut für Prozess- und Anwaltsrecht organisiert zehnten Soldan Moot Court

© Finn Winkler | Juristische Fakultät Hannover

Der Hans Soldan Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis (kurz Soldan Moot) geht in die zehnte Runde und feiert damit ein Jubiläum! Zehn Jahre Soldan Moot bedeutet in Zahlen: um die 500 Schriftsätze, mehr als 500 Verhandlungen und insgesamt an die 2.000 teilnehmende Praktiker:innen und Studierende aus ganz Deutschland. Nach zwei digitalen Soldan Moots soll die Veranstaltung in diesem Jahr wieder in Präsenz an der Juristischen Fakultät in Hannover stattfinden.

Der Wettbewerb wurde von der Soldan Stiftung zusammen mit dem Deutschen Juristen-Fakultätentag (DJFT), der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) und dem Deutschen Anwaltverein (DAV) ins Leben gerufen. Mit der wissenschaftlichen und organisatorischen Durchführung der Veranstaltung wurde bereits 2013 das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) in Hannover beauftragt, das seitdem einmal im Jahr mit großem Engagement den Wettbewerb austrägt.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir unsere Gäste zu diesem Jubiläum voraussichtlich wieder hier vor Ort auf dem Conti-Campus werden begrüßen dürfen, und haben uns dem Anlass entsprechend ein ganz besonderes Rahmenprogramm überlegt.“, verrät Professor Dr. Christian Wolf, Geschäftsführer des IPA.

Überzeugend argumentieren, Erfahrungen sammeln, Kontakte knüpfen

Die Veranstaltung wird für Studierende und Praktiker:innen die Möglichkeit bieten, sich inhaltlich auszutauschen, frühzeitig Kontakte zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen, die vor allem für spätere Praktikumsplätze, Referendarstationen oder den beruflichen Einstieg hilfreich sein können. 

Zuvor müssen die Teilnehmenden jedoch ihre Schriftsätze zu dem diesjährigen fiktiven Fall des Soldan Moots verfassen. Dabei setzen sie sich als Interessenvertreter mit dem Sachverhalt auseinander, würdigen Beweismittel und formulieren Rechtsmeinungen. Die einzelnen Teams schreiben die Klageschrift und später auch die Klageerwiderung. In den darauffolgenden mündlichen Verhandlungen, in denen das Gerichtsverfahren vor dem Landgericht simuliert wird, treten die Teams dann gegeneinander an und versuchen mit guten Argumenten und Verhandlungsgeschick, die Jury – bestehend aus Anwält:innen, Juraprofessor:innen und Richter:innen – von ihrer Position zu überzeugen. 

Im vergangenen Jahr nahmen 30 Teams von 16 Fakultäten aus ganz Deutschland teil. „In diesem Jahr erwarten wir mit mehr als 300 Teilnehmende, die als Mooties, Team-Coaches oder Juror:innen beteiligt sein werden, einen neuen Teilnehmendenrekord.“, berichtet Christian Denz, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am IPA das Planungsteam leitet.

Die Fakultät freut sich, dass sich die Tradition des Wettbewerbs fortsetzt, und wünscht allen Beteiligten viel Erfolg bei den Vorbereitungen für die Organisation der Veranstaltung sowie für die Teilnahme am Wettbewerb.

Juror:in werden

Wenn Sie Praktiker:in sind und Interesse haben, als Juror:in mitzuwirken, können Sie sich dafür schon jetzt anmelden. Die mündlichen Verhandlungen finden in diesem Jahr von Donnerstag, den 06. bis Samstag, den 08. Oktober 2022 in Hannover statt und „spielen“ vor einer fiktiven Zivilkammer des Landgerichts Hannover.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Terminen finden Sie unter soldanmoot.de.

Weitere Moot Courts an der Fakultät

Moot Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, bei den Studierende die rechtliche Vertretung der Prozessparteien darstellen. Die Simulation beinhaltet die Vorbereitung und Durchführung eines Prozesses in rechtlicher wie tatsächlicher Hinsicht. 

Der Juristische Fakultät Hannover ist auch bei zahlreichen anderen Moot Courts vertreten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Verfasst von SH