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Neu an der Fakultät: Prof. Dr. Rademacher stellt sich vor

Neu an der Fakultät: Prof. Dr. Rademacher stellt sich vor

© Peter Himsel | Die Junge Akademie

Die Juristische Fakultät der Leibniz Universität Hannover freut sich, dass Herr Prof. Dr. Timo Rademacher zum Wintersemester 2019/20 die W1-Professur für das Recht der neuen Technologien übernommen hat.

Um den Studierenden sowie den Mitarbeitenden unserer Fakultät die Möglichkeit zu geben, ihn etwas näher kennenzulernen, haben wir ihn interviewt:

Wo haben Sie studiert und was hat Sie dazu bewegt, ein Jura-Studium anzufangen?

Studiert und promoviert habe ich in Heidelberg. Auslandsaufenthalte führten mich außerdem nach Italien und England. Für Jura habe ich mich entschieden, weil es mich schon früh gereizt hat, Sprache als Werkzeug einsetzen zu können. Ich bin überzeugt davon, dass Sprache das Instrument ist, mit dem in unserer Gesellschaft am meisten erreicht werden kann – zum Guten, freilich auch zum Schlechten. Dabei ist es die, wie ich finde: schöne Besonderheit des Jurastudiums ist, dass es einen lehrt, dass es fast nie ein Richtig oder Falsch gibt, sondern verschiedene, oftmals gleichermaßen legitime Standpunkte, dass also der Kompromiss im Kleinen wie im Großen etwas Positives und Notwendiges ist.

Wo liegen Ihre Forschungsschwerpunkte und was fasziniert Sie an diesen Fachbereichen?

Meine Forschungsschwerpunkte werden auf dem Recht der neuen Technologien liegen, was derzeit vor allem bedeutet, dass es um die Regulierung von künstlicher Intelligenz gehen wird. Da ich aus dem öffentlichen Recht und dem Europarecht komme, interessiert mich dabei insbesondere die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen der Staat bzw. die EU künstliche Intelligenz einsetzen darf oder vielleicht sogar einsetzen muss, um die demokratisch gesteckten Ziele unserer Gesellschaft besser zu erreichen.

Warum sollten unsere Studierenden im kommenden Wintersemester Ihre Lehrveranstaltungen besuchen?

Weil die Themen, die wir unter dem Schlagwort der „neuen Technologien“ behandeln werden, gesellschaftlich außerordentlich relevant und außerordentlich umstritten sind. Es wird viel zu diskutieren geben, und ich glaube, dass das Spaß machen wird!

Kurz gefragt, kurz geantwortet:

Auto, Fahrrad oder Öffis?

Öffis

Roman oder Netflix-Serie?

Netflix

Kochen oder kochen lassen?

Kochen

Bier oder Wein?

Wein

Schönfelder oder Beck-Ausgaben?

Schönfelder

Wir bedanken uns bei Herrn Prof. Dr. Rademacher für das Interview.

Autor: SH