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Rückblick auf Gastvorlesungen zur Europäischen Rechtspraxis im Wintersemester 2025/26 mit Prof. Dr. Argyriadis-Kervegan und Prof. Dr. Rozsnyai

Rückblick auf Gastvorlesungen zur Europäischen Rechtspraxis im Wintersemester 2025/26 mit Prof. Dr. Argyriadis-Kervegan und Prof. Dr. Rozsnyai

© Juristische Fakultät Hannover

Im Rahmen der Veranstaltung „European Legal Practice“ wurden im Wintersemester 2025/26 erneut mehrtägige Gastvorlesungen zu aktuellen Themen des europäischen und internationalen Rechts angeboten.

Hier trugen Wissenschaftlerinnen von Partneruniversitäten der Juristischen Fakultät der aus dem ELPIS-Netzwerk auf Einladung des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Europarecht (Prof. Dr. Claas Friedrich Germelmann) zu Themen aus ihren Forschungsgebieten vor.

Im Dezember hielt Prof. Dr. Caroula Argyriadis-Kervegan eine Vorlesung zur „History of Minority Rights“. Sie behandelte die Entwicklung des Begriffes der „Minderheit“ (minority) im geschichtlichen Verlauf. Sie ging zudem anhand von Beispielen auf den Umgang mit Menschen, die einer Minderheit angehören, zu unterschiedlichen historischen Zeitpunkten ein. Prof. Dr. Argyriadis-Kervegan ist Professorin für Rechtsgeschichte an der CY Cergy Paris Université, Frankreich. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen insbesondere auf der Rechtsgeschichte Frankreichs, Deutschlands und Griechenlands im 18. und 19. Jahrhundert.

Prof. Dr. Krisztina Rozsnyai trug im Januar in ihrer Gastvorlesung zum Thema „Courts and Administration“ vor. Hier wurden wesentliche Fragen zum Verhältnis zwischen Gerichten und Verwaltung in Europa beleuchtet, die einerseits die gerichtliche Kontrolle von Verwaltungshandeln, andererseits Fragen der Gerichtsadministration und des Prozessrechts mit der Zielsetzung der Gewährleistung eines fairen Verfahrens betreffen. Im Rahmen der Vorlesung wurde auf den rechtlichen Rahmen des Rechts der Europäischen Union und der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie auf Praxisbeispiele aus europäischen Staaten eingegangen. Prof. Dr. Rozsnyai ist Professorin an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest, Ungarn. Sie forscht und lehrt insbesondere in den Bereichen Verwaltungsprozessrecht und Verwaltungsverfahrensrecht.

Beiden Vortragenden gilt herzlicher Dank für die wertvollen Einblicke in ihre Forschungsbereiche und die erfolgreichen Veranstaltungen.

Auch im nächsten Semester werden wieder Gastvorlesungen im Rahmen der Veranstaltung „European Legal Practice“ angeboten. Neben den Teilnehmenden an der Vorlesung wird auch die interessierte Öffentlichkeit hierzu herzlich eingeladen.

Zum Masterstudiengang „Europäische Rechtspraxis“ und zum ELPIS-Netzwerk

Der Masterstudiengang „Europäische Rechtspraxis“ (LL.M. Joint Degree) richtet sich an Studierende mit Hochschulabschluss nach einem rechtswissenschaftlichen Studium. Er führt in einem zweijährigen Vollzeitstudium zu einem gemeinsamen Abschluss der staatlichen Universitäten in Hannover, Lissabon und Rouen.

ELPIS steht für „European Legal Practice Integrated Studies“. Das ELPIS-Netzwerk hat den Austausch von Studierenden und Lehrenden im Rahmen von Erasmus zum Gegenstand. Im Rahmen des ELPIS-Programms an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover sind Auslandsaufenthalte an einer oder mehreren von 35 Partneruniversitäten und der Erwerb von Zusatzqualifikationen möglich.