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Rückblick auf rechtsvergleichendes Proseminar: Die kernjuristischen Berufe in Deutschland und Österreich

Rückblick auf rechtsvergleichendes Proseminar: Die kernjuristischen Berufe in Deutschland und Österreich

Vom 8. bis zum 11. Mai 2019 fand in Graz (Österreich) das Seminar zum Thema „Die kernjuristischen Berufe im Vergleich Deutschland und Österreich“ unter der Leitung des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht der Leibniz Universität Hannover (IPA) und des Instituts für Zivilverfahrensrecht und Insolvenzrecht der Karl-Franzens-Universität Graz statt. Hierfür erstellten die Studierenden im Vorhinein jeweils einen themenspezifischen Vortrag, der im Rahmen des Seminars präsentiert wurde. Ziel des Seminars war es, eine Gegenüberstellung des österreichischen und deutschen Rechts zu verschiedenen Themen durchzuführen, um Parallelen und Unterschiede feststellen zu können. Die Seminarteilnehmenden hatten jeweils einen Seminarpartner. Beide bereiteten das jeweilige Thema im Hinblick auf ihr Land vor.

Der erste Seminartag, der 9. Mai 2019, begann vormittags mit einer Gruppearbeitsphase an der Karl-Franzens-Universität Graz. Die Teilnehmenden hatten hierbei die Möglichkeit, sich mit ihrem jeweiligen Partner auszutauschen. Auf die Gruppenarbeitsphase folgten die ersten sechs Referate, von welchen jeweils drei von Studierenden aus Graz und drei von Studierenden aus Hannover präsentiert wurden. Dabei wurde „der Weg zu verschiedenen kernjuristischen Berufen“, „die Rechtsnatur, die Begründung und Beendigung des Mandates“, sowie „die anwaltliche Verschwiegenheit und die Folgen ihrer Missachtung“ erläutert. Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Oberlandesgericht in Graz und hörte einen Vortrag über den Aufbau der Gerichte in Österreich und den praktischen Verlauf des Weges zum Richteramt. Darüber hinaus wurden Räumlichkeiten des Gerichts besichtigt, wie zum Beispiel ein Gerichtssaal und der Festsaal. Eine kleine Stadtführung schloss sich daran an, bei welcher den Seminarteilnehmenden aus Hannover unter anderem die Altstadt und der Schlossberg gezeigt wurden. Gegen Abend fand der Besuch einer Ausstellung statt.

Am 10. Mai 2019 fand der zweite Teil des Seminars statt. Zunächst wurde über die Schiedsgerichtsbarkeit referiert, danach über den Beruf des Rechtsanwalts in Österreich. Ebenfalls präsentierten weitere sechs Teilnehmende ihre Arbeiten zu den Themen Honorarrecht und „die Zulässigkeit des Erfolgshonorars“, „Disziplinarrecht“ und „Doppelvertretungsverbot – das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen“.

Zum Abschluss des Seminars wurde durch Professorin Bettina Nunner-Krautgasser ein Feedback gegeben. Den Abend ließ man bei einem gemeinsamen Abendessen mit allen Seminarteilnehmenden und Professorin Nunner-Krautgasser gemütlich ausklingen.

Samstagvormittags traten die hannoverschen Teilnehmenden den Heimweg an und kamen am Abend in Hannover an.

Die Tage in Österreich eröffneten die besondere Möglichkeit sich mit Studierenden des gleichen Studiengangs in Österreich im und über das Seminar hinaus auszutauschen. Ebenfalls konnten durch die Teilnahme wertvolle Erfahrungen für die Schwerpunktprüfung gesammelt und Kontakte geknüpft werden. Es war eine schöne Abwechslung zum universitären Alltag und man konnte viel Wissenswertes mit nach Hause nehmen.

Großer Dank gilt insbesondere dem Institut für Zivilverfahrensrecht und Insolvenzrecht der Karl-Franzens-Universität Graz für die Einladung und Durchführung des Seminars, aber auch den an der Organisation beteiligten Mitarbeitenden des IPA.

Verfasst von Zita Eßlinger.

Autor: DE