Auch im Jahr 2025/26 wird die Leibniz Universität Hannover wieder durch ein engagiertes Team von sechs Studierenden beim 33. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot vertreten. Mit inzwischen fast 400 teilnehmenden Universitäten aus aller Welt ist der Vis Moot der größte und renommierteste Moot Court im Bereich des Zivil- und Wirtschaftsrechts. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind dabei internationales Schiedsrecht sowie das UN-Kaufrecht (CISG).
Die Teilnehmenden – auch „Mooties“ genannt – bearbeiten in anwaltlicher Herangehensweise eine fiktive Fallakte. Während der schriftlichen Phase, die von Oktober bis Ende Januar geht, erstellen sie zwei umfassende Schriftsätze: das Claimant’s Memorandum (Klageschrift) und das Respondent’s Memorandum (Beklagtenschrift). Im Anschluss beginnt die mündliche Phase, in der die Mooties ihre rhetorischen Fähigkeiten in Plädoyers vor internationalen Tribunalen unter Beweis stellen. Dies führt sie zu Probeverhandlungen und sogenannten „Pre-Moots“ in zahlreiche Kanzleien und andere Universitäten in verschiedenen Ländern. Der Wettbewerb gipfelt in den Finalrunden in Hong Kong und Wien.
Das Team 2025/26
Die diesjährigen Coaches Daniel Bosdorf und Julius Grotjahn haben die sechs Mooties in einem dreistufigen Bewerbungsverfahren ausgewählt, bestehend aus schriftlicher Bewerbung, individuellem Auswahlgespräch und einem Assessment Center. Unter der akademischen Leitung von Herrn Prof. Dr. Wiese werden folgende Studierende die Leibniz Universität Hannover vertreten:
- Maximilian Jäckel
- Sarah Lidekat
- Sina Elanur Gümüsgöz
- Mia Simecek
- Jan-Henning Landsmann
- Luca Cot
Das diesjährige Team steht zugleich für einen besonderen Übergang: Nach vielen Jahren intensiven Engagements hat der Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolf die Betreuung des Moot Court Teams an den Lehrstuhl von Prof. Dr. Wiese übergeben. Die Leibniz Universität dankt Herrn Prof. Dr. Wolf ausdrücklich für sein unermüdliches Engagement in den vergangenen Jahrzehnten und blickt mit Prof. Dr. Wiese voller Vorfreude auf die kommenden Jahre.
Vorbereitung auf die Herausforderung
Um optimal auf die große Herausforderung vorbereitet zu sein, starten die Mooties mit der Teilnahme an der hauseigenen „Alternative Dispute Resolution Summer School“. Dort legen sie die inhaltlichen und methodischen Grundlagen für den Wettbewerb. Im Anschluss folgt mit der traditionsreichen Frankfurt Drafting School (24.–26. September 2025) die erste gemeinsame Reise, bei der das Team seine Fähigkeiten im Legal Drafting und Research weiter vertiefen wird.
Die Fallausgabe erfolgt am 10. Oktober 2025, mit der die Schriftsatzphase offiziell beginnt. Im neuen Jahr warten zahlreiche „Pre-Moots“ in Deutschland und Europa, die das Team als Generalproben auf die internationalen Finalrunden nutzen wird.
Die Oral Hearings der Finalphase finden an folgenden Terminen statt:
- 23rd Vis East Moot: 15.–22. März 2026 in Hong Kong S.A.R.
- 33rd Willem C. Vis Moot: 27. März – 2. April 2026 in Wien
Mitfiebern!
Wir wünschen dem Team viel Erfolg und Freude auf ihrem Weg durch die Schriftsatz- und mündliche Phase und drücken die Daumen für die Wettbewerbe in Hong Kong und Wien.
Wer mitfiebern will, ist herzlich eingeladen, dem Team auf Instagram zu folgen!
Was ist der Willem C. Vis Moot?
Der Willem C. Vis Moot wurde 1993 von Professor Eric Bergsten (Pace University, New York) gegründet, um das UN-Kaufrecht (CISG) weltweit zu fördern. Heute nehmen fast 400 Universitäten teil. Der Wettbewerb gilt als die „Olympics of International Trade Law“ und bietet Studierenden eine einzigartige Gelegenheit, internationale Schiedsverfahren realitätsnah zu simulieren.
Neben vertieften juristischen Kenntnissen im CISG und im Bereich Arbitration erwerben die Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen im Legal Writing, Research und Plädieren und können dabei ihr Engagement und Teamgeist beweisen.
Weitere Informationen über den Willem C. Vis Moot finden Sie hier.