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Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts BIAS in Hannover

Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts BIAS in Hannover

© Jannik Zeiser | Philosophische Fakultät

Das Forschungsprojekt BIAS – Bias and Discrimination in Big Data Processing and Algorithmic Decision-Making hat am 27. und 28. April mit internationalen Gästen seine Abschlusskonferenz veranstaltet. An dem von der Volkswagenstiftung geförderten Projekt sind neben dem rechtswissenschaftlichen Institut für Rechtsinformatik (IRI) die Institute für Philosophie (iPhil) und Informationsverarbeitung (TNT) der Leibniz Universität Hannover (LUH) sowie das Forschungszentrum L3S beteiligt. Getreu dem hannoverschen Ursprung des Projekts als Forschungskooperation über verschiedene Fakultäten der LUH fand die Veranstaltung im Leibnizhaus statt.

Neben der Vorstellung einiger im Projekt entstandener Forschungsarbeiten waren hochkarätige externe Referent*innen eingeladen. In den rechtswissenschaftlichen Beiträgen von Prof. Gianclaudio Malgieri (Universiteit Leiden), Prof. Raphaële Xenidis (Sciences Po Law School) sowie Prof. Dr. Christian Heinze, LL.M. (Universität Heidelberg) und Dipl.-Jur. Jan Horstmann (IRI) waren insbesondere die im Gesetzgebungsverfahren befindliche KI-Verordnung der EU sowie Herausforderungen des Antidiskriminierungsrechts durch künstliche Intelligenz wichtige Themen. Die intensiven Diskussionen bestätigten das von Projektkoordinator Prof. Dr. Dietmar Hübner (iPhil) in seiner Begrüßungsansprache hervorgehobene Interesse der Forschenden im Bereich des maschinellen Lernens an ethischen und rechtswissenschaftlichen Perspektiven auf ihre Disziplin. Während das Thema auf gesetzgeberischer Ebene mit dem in Kürze zu erwartenden Eintritt der KI-Verordnung in den sogenannten Trilog seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht, wird die Beschäftigung der am Projekt beteiligten Forschenden mit den gesellschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz auch nach dem Abschluss dieses Projekts fortgesetzt werden. Damit der interdisziplinäre Austausch ein fester Bestandteil dieser Arbeit bleibt, schließt sich am IRI das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Projekt „DigitalisierungsDiskurse“ (DiDi) an BIAS und andere, verwandte Projekte an, um die Arbeit weiter zu vertiefen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Besonderer Dank gilt allen Referent*innen, Moderator*innen und Zuhörenden der Tagung und mit den Worten Prof. Hübners bleibt zu wünschen: Stay in touch!

Bildergalerie

Ein paar Eindrücke von der Veranstaltung finden Sie hier in einer Bildergalerie

Verfasst von LT