(Schul-)Bildungsrecht

Das Schulrecht steht vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vor besonderen Herausforderungen, die sowohl das öffentliche als auch das private Schulwesen treffen. Eine zunehmende Konkurrenzsituation der Träger um Schülerinnen und Schüler sowie um Lehrkräfte, aber auch das Bemühen um eine flächendeckend hochqualitative und zunehmend digitale Schulbildung stehen im Mittelpunkt des Forschungsgebiets. Von besonderem Interesse ist dabei das Privatschulrecht mit seinen verfassungsunmittelbaren Genehmigungs- und Finanzierungsvorgaben wie dem Verbot einer Sonderung nach den Besitzverhältnissen der Eltern und einer staatlichen Ko-Finanzierungspflicht. Hier stellen sich zahlreiche verfassungsrechtliche und einfachgesetzliche Fragen rund um das Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Schulen; der Rolle der Schulen bei der Bildung und Erziehung der Jugend sowie der Gewährleistung von Chancengleichheit; dem Status privater Bildungseinrichtungen als Ersatz- oder Ergänzungsschulen; der Aufsicht über private Schulen; und der Finanzierung privater Schulen.

Enge Bezüge bestehen zwischen dem Schulrecht und dem Sozialrecht, aber auch zum Kommunalrecht und weiteren Rechtsgebieten