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Drittmittelprojekt: GEENGOV - Governance biomedizinischer Genom-Editierung

Drittmittelprojekt: GEENGOV - Governance biomedizinischer Genom-Editierung

Projekt zur Erforschung der forschungsethischen und (forschungs-)rechtlichen Voraussetzungen der somatischen GEEN-Anwendungen.

Projektdaten

Das Projekt: GEENGOV

Die Hoffnung, mit Verfahren der Genom-Editierung (GEEN) Krankheiten erfolgreich verhindern oder behandeln zu können, hat mit den neuen technologischen Entwicklungen rund um CRISPR-Cas9 neuen Aufwind bekommen. CRISPR-Cas9 erlaubt es, kostengünstiger und unkomplizierter als alle vorhergehenden Verfahren bestimmte Abschnitte der DNS „auszuschneiden“ und so die Funktion eines (möglicherweise defekten Gens) zu verändern. Moratorien untersagen zu großen Teilen die Anwendung von Technologien zur Genom-Editierung im Bereich der Keimbahn, da diese Veränderungen möglicherweise an die nächsten Generationen vererbt werden würden. Diese Moratorien erstrecken sich aber nicht auf mögliche Anwendungen der GEEN-Technologien auf somatische Zellen ohne Vererbungspotential. Es werden daher bereits heute und in Zukunft voraussichtlich noch vermehrt GEEN-Verfahren bei somatischen Zellen im Rahmen klinischer Studien oder „Heilversuchen“ eingesetzt. Für deren Einsatz müssen forschungsethische und –rechtlichen Rahmenbedingungen spezifiziert werden.

Forschungsziele

Das Teilprojekt Recht führt eine konzeptionell-juristische Analyse von existierenden staatlichen Regelungen und Governance-Strukturen mit Relevanz für Genom-Editierung in Deutschland durch. Das Teilprojekt untersucht darüber hinaus die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen normativen Regimen (staatlichen und nicht-staatlichen, so z.B. Gesetzgeber, Ministerien, Ethikkommissionen etc.). Analysiert und bewertet wird ferner, ob das existierende staatliche Recht die Situation bei (somatischen) Anwendungen der Genom-Editierung adäquat erfasst.

Author: LG