Unser Team für den Jessup Moot Court 2026 stellt sich vor

© Moritz Marc Marchlewitz | Juristische Fakultät Hannover

Die Leibniz Universität Hannover wird dieses Jahr wieder durch ein Team beim Philip C. Jessup International Law Moot Court vertreten. Der Jessup Moot Court ist der älteste und größte Moot Court der Welt im Bereich des Völkerrechts, an dem dieses Jahr mehr als 700 Universitäten aus über 100 Ländern teilnehmen.

Der Jessup Moot Court lässt Teams komplexe völkerrechtliche Fälle vor einem simulierten Internationalen Gerichtshof (IGH) verhandeln. Die Studierenden schlüpfen hierfür in die Rollen von „Agents of the State“. Der Jessup ist nicht nur ein Wettbewerb – er ist eine intensive Reise in die Welt des internationalen Rechts, verbunden mit der Möglichkeit, juristische Argumentation auf höchstem Niveau zu erlernen und anzuwenden.

Ab September schreiben die Teilnehmenden des Jessups über mehrere Monate sowohl einen Kläger- als auch einen Beklagtenschriftsatz. Anschließend treten die Studierenden in mündlichen Verhandlungen (sog. Pleadings) gegeneinander an, um ihre Argumentationsfähigkeit, juristische Präzision und rhetorischen Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. Am Ende fahren wir zum nationalen Vorentscheid – dieses Jahr in Trier! Bei erfolgreicher Qualifikation geht es weiter zu den Internationalen Runden nach Washington D.C., USA!

Unser diesjähriges Team besteht aus fünf engagierten Studierenden. Die Klägerseite (Applicant) bestreiten Nika Jahanafrooz, Nadja Mihajlovic und Lou-Iza Warner. Auf der Beklagtenseite (Respondent) stehen Jakob Grimm, Zara Freudenberg und ebenfalls Nadja Mihajlovic. Begleitet werden sie von ihren Coaches Nils Ossenkopp und Méï-Lià Zoua, unter akademischer Leitung von Herrn Prof. Dr. Jochen Rauber.

Der Jessup-Fall dieses Jahres befasst sich mit einem komplexen Streit zwischen den fiktiven Staaten Alekostria und Restovia rund um den Gordian Gorge, ein für das indigene Volk der Pilemonen heiliger Ort. Im Zentrum stehen Fragen des Schutzes indigener Rechte, insbesondere der freien, vorherigen und informierten Zustimmung, sowie der Auslegung völkerrechtlicher Verträge. Alekostria vertritt die Auffassung, dass Restovia durch die Genehmigung eines Bergbauprojekts seine Konsultations- und Schutzpflichten verletzt habe und verteidigt zudem die Verweigerung einer Auslieferung sowie die Immunität eines staatlichen Bergbau Unternehmens. Restovia hingegen sieht die Konsultationen als ausreichend an und wirft Alekostria Vertragsverletzungen im Auslieferungsrecht vor. Ergänzend wirft der Fall Fragen zur Staatenimmunität und zur möglichen Intervention eines Drittstaates vor dem Internationalen Gerichtshof auf.

Die „Mooties“ freuen sich auf die kommenden Wochen und befinden sich gerade in der intensiven Vorbereitung und Übung ihrer Pleadings vor verschiedensten Referenten und Jessup-Alumni. Wer mitfiebern will und das Team bei den nationalen Vorrunden in Trier vom 18. bis zum 21. Februar 2026 verfolgen will, ist herzlich eingeladen, unserem Team auf Instagram zu folgen!

 

Einladung zur Generalprobe

Gerne können Sie sich auch selbst schon einen Einblick in die Welt des Jessups am 13. Februar 2025 um 16.00 Uhr im Niedersachsensaal (1501.A003) holen, wenn das Team seine Generalprobe hält!

Was ist ein Moot Court?

Moot Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, wobei Studierende die rechtliche Vertretung der Prozessparteien darstellen. Die Simulation beinhaltet die Vorbereitung und Durchführung eines Prozesses in rechtlicher wie tatsächlicher Hinsicht. Diese simulierten Sitzungen werden regelmäßig von Richtern aus der Praxis geleitet. Moot Courts sind häufig in regionale bis internationale Ausscheidungen organisiert und finden wie ein Wettbewerb der verschiedenen Teams unterschiedlicher Fakultäten statt. Auch die Juristische Fakultät der Leibniz Universität Hannover nimmt an zahlreichen Moot Courts Teil und richtet eigene selbst aus.

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