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Rückblick auf Gastvorlesungen zur Europäischen Rechtspraxis im Sommersemester 2025

Rückblick auf Gastvorlesungen zur Europäischen Rechtspraxis im Sommersemester 2025

© Anton Etmanov | unsplash.com

Im Rahmen der Veranstaltung „Europäische Rechtspraxis“ fanden im Sommersemester 2025 wieder mehrere mehrtägige Gastvorlesungen zu aktuellen Themen des europäischen und internationalen Rechts statt.

Hierfür konnten auf Einladung des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Europarecht (Prof. Dr. Claas Friedrich Germelmann) erneut renommierte Forscherinnen und Forscher von Partneruniversitäten der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover im ELPIS-Netzwerk gewonnen werden.

  • Prof. Dr. Pedro-José Bueso Guillén (Universität Saragossa, Spanien) hielt eine Gastvorlesung zum Thema „EU Economic Law and Digitalisation, Antitrust and Consumer Protection Issues“. Hier ging er auf die Online-Plattformen betreffende Rechtsetzung der Europäischen Union im Bereich des Wettbewerbsrechts ein.
  • In der Vorlesung „Constitutional and Administrative Law without Frontiers“ stellte Prof. Dr. Vasco Pereira da Silva (Universität Lissabon, Portugal) anschließend die Grundlagen eines grenzüberschreitenden Verständnisses von Verfassungs- und Verwaltungsrecht dar. Im Anschluss ging er auf aktuelle Fragen der Digitalisierung und des Klimawandels ein, die die Relevanz einer grenzüberschreitenden Perspektive auf das Verfassungs- und Verwaltungsrecht besonders vor Augen führen.
  • Prof. Dr. Elvin Evrim Dalkılıç (Bilkent-Universität Ankara, Türkei) befasste sich in der Veranstaltung „Automated Decision Making and European Public Law – Theory and Practice“ mit Rechtsfragen der Verwendung von automatisierten Entscheidungssystemen. Im Mittelpunkt der Gastvorlesung stand insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen den Vorteilen automatisierter Datenverarbeitung und dem Schutz von Grundrechten.
  • Abschließend hielt Prof. Dr. Gerhard Fiolka (Universität Fribourg, Schweiz) eine Vorlesung zum „International Criminal Law”. Sie behandelte die Grundlagen des Völkerstrafrechts sowie die Mechanismen, aber auch Herausforderungen seiner Umsetzung.

Allen Vortragenden gilt herzlicher Dank für die wertvollen Einblicke in ihre Forschungsbereiche und die erfolgreichen Veranstaltungen.

Auch im nächsten Semester werden wieder Gastvorlesungen im Rahmen der Veranstaltung „European Legal Practice“ angeboten. Neben den Teilnehmenden an der Vorlesung wird auch die interessierte Öffentlichkeit hierzu herzlich eingeladen.

Zum Masterstudiengang „Europäische Rechtspraxis“ und zum ELPIS-Netzwerk

Der Masterstudiengang „Europäische Rechtspraxis“ (LL.M. Joint Degree) richtet sich an Studierende mit Hochschulabschluss nach einem rechtswissenschaftlichen Studium. Er führt in einem zweijährigen Vollzeitstudium zu einem gemeinsamen Abschluss der staatlichen Universitäten in Hannover, Lissabon und Rouen.

ELPIS steht für „European Legal Practice Integrated Studies“. Das ELPIS-Netzwerk hat den Austausch von Studierenden und Lehrenden im Rahmen von Erasmus zum Gegenstand. Im Rahmen der zwei ELPIS-Programme an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover sind Auslandsaufenthalte an einer oder mehreren von 35 Partneruniversitäten und der Erwerb von Zusatzqualifikationen möglich.