• Zielgruppen
  • Suche
 

ICC Mediation Moot

Bei der ICC International Commercial Mediation Competition handelt es sich um den weltweit einzigen internationalen Studierendenwettbewerb im Bereich der Mediation. Veranstaltet wird er von der Internationalen Handelskammer (ICC) und der Dispute Resolution Section der American Bar Association (ABA) in Paris. Wie bei internationalen Studierendenwettbewerben üblich, ist die Verhandlungssprache englisch. Die anzuwendenden Rechtsmaterien basieren auf der Arbeit internationaler Organisationen und Arbeitsgruppen. Die Leistungen der Studierenden werden von erfahrenen Praktikern bewertet. Am 5. Durchgang 2010 nahmen Teams von 44 Universitäten aus 18 Nationen teil. Sie wurden von rund 100 Praktikern bewertet. Die Leibniz Universität Hannover beteiligt sich 2011 zum ersten Mal. Die Betreuung erfolgt durch das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA).

Die ICC Mediation Competition versteht sich als Ausbildungsprogramm im Bereich der Wirtschaftsmediation als Teil der klassischen Alternativen Streitbeilegung. In diesem Bereich ist die ICC eine der weltweit führenden Institutionen. Studierende sollen neben der behandelten Materie auch ein Gefühl dafür bekommen, wie man Parteien unterschiedlicher kultureller Herkunft zu einvernehmlichen Lösungen motivieren kann. Dies ist im Bereich der Wirtschaftsmediation besonders wichtig. Viele Unternehmen sind grenzüberschreitend tätig. Kommt es zu Streitigkeiten, können diese in kostspieligen und langwierigen Gerichts- oder Schiedsverfahren münden. Die Grundlage einer weiteren vertrauensvollen Zusammenarbeit ist nicht mehr gegeben. Aus Geschäftspartnern werden Prozessgegner. Weiterhin ist das Resultat grenzüberschreitender Rechtsstreitigkeiten schwer abzusehen. Nicht zuletzt besteht hier eine erhöhte Gefahr, dass international uneinheitliche Beweis- oder Verfahrensregeln über Gewinn oder Verlust entscheiden. Zudem gilt zumindest vor staatlichen Gerichten das Prinzip der öffentlichen Hauptverhandlung.

In Anbetracht dieser Umstände wird Mediation für Unternehmen immer interessanter. Auch in Deutschland setzt sich diese Form der Streitbeilegung immer mehr durch. Entsprechend interessiert sind Unternehmen an entsprechenden Ausbildungsangeboten. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb in Hannover wird daher auch in Kooperation mit Unternehmensjuristen betrieben, die selbst ausgebildete Mediatoren sind.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und dem hannoverschen Team erhalten Sie auf den Internetseiten des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht.