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Auszeichnung für das Team Hannover in Wien: Rückblick auf den Willem C. Vis Moot 2024/25

Auszeichnung für das Team Hannover in Wien: Rückblick auf den Willem C. Vis Moot 2024/25

Gruppenbild des Vis-Moot-Teams Hannover in Abendgadrobe Gruppenbild des Vis-Moot-Teams Hannover in Abendgadrobe Gruppenbild des Vis-Moot-Teams Hannover in Abendgadrobe
© Juristische Fakultät Hannover

Nach intensiver Vorbereitung und zahlreichen Übungseinheiten nahm das Team der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover (LUH) am 21. Vis East Moot in Hongkong sowie am 32. Willem C. Vis Moot in Wien teil und traten gegen Teams aus aller Welt an.

Beide renommierten Wettbewerbe zählen zu den bedeutendsten internationalen Veranstaltungen im Bereich des internationalen Schiedsverfahrensrechts. Die Teilnahme bot nicht nur,  die Möglichkeit, Argumentationsstärke und Teamarbeit unter realitätsnahen Bedingungen weiterzuentwickeln, sondern auch eine Plattform für den internationalen Austausch: Während in Hong Kong über 140 Teams teilnahmen, waren es in Wien 384 Teams aus rund 90 Nationen. 

Der diesjährige Fall handelte von einem Vertrag über den Bau einer grünen Wasserstoffanlage, den der Beklagte nach einem Regierungswechsel und Verzögerungen im Projekt kündigte. Materiellrechtlich ging es um die Anwendbarkeit des CISG (UN-Kaufrecht) und die Rechtfertigung der Kündigung, während prozessual insbesondere die Wirkung einer vorgeschalteten Mediation sowie der Umgang mit vertraulichen Dokumenten zu klären war.

In Hongkong (30. März bis 6. April 2025) übernahmen Annelen Meyer-Rohen, Sophia Wessels und Lucas Frey die mündliche Vertretung des Teams der LUH. In Wien (11. bis 17. April 2025) traten Annalena Geerdes, Aimée Klevesath und Adrian Garrecht als Sprecherinnen und Sprecher in den Verhandlungen auf.

Die Pleadings bereiteten dem Team große Freude und boten die Gelegenheit, das zuvor Gelernte endlich in realen Verhandlungssituationen anzuwenden. Der Moot-Spirit war überall zu spüren und machte die Tage in Hongkong und Wien zu einer unvergesslichen Erfahrung.

Besonders erfreulich war für das Team die Auszeichnung des Beklagtenschriftsatzes mit einer „Honorable Mention” in Wien. Dies ist eine besondere Anerkennung unter der Vielzahl an teilnehmenden Teams. 

Das Team dankt allen, die das Team auf diesem Weg unterstützt haben und blicken auf eine herausfordernde und überaus lehrreiche Erfahrung zurück.

Rückblick auf vergangene Jahre

Das Vis Moot Team Hannover kann auf eine konstant gute Leistungen in den vergangenen Jahren zurückblicken: Während sich das Team beim 26. Durchgang in Wien unter den 64 besten der 378 teilnehmenden Teams in Wien platzieren konnte, gelang es den Studierenden der Leibniz Universität beim 30. Durchgang, zu den besten 32 Teams und im vergangen Jahr beim 31. Durchgang sogar zu den besten 16 Teams zu gehören.

Was ist der Willem C. Vis Moot?

Im Willem C. Vis Moot entsenden über 375 Universitäten aus der ganzen Welt ein Team, das sich mit den anderen Teams in den „Olympics of International Trade Law“ messen darf. Gegründet wurde der Vis Moot 1993 von Professor Eric Bergsten von der New Yorker Pace University, um das UN-Kaufrecht (CISG) zu promoten. Seitdem wird der Wettbewerb jährlich in Wien, seit 2003 parallel in Hong Kong als Vis East Moot ausgerichtet.

Dieses Jahr geht der Vis Moot bereits in die 32. Runde und zieht über 1500 Studierende von über 370 Universitäten an, die anhand eines fiktiven Falles im UN-Kaufrecht ein internationales Schiedsverfahren simulieren. Neben jeder Menge Spaß, Erfahrung und einer detaillierten Ausbildung im Legal Writing und Oral Advocacy erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich auf den Anwaltsberuf praktisch vorzubereiten und Engagement, Können und Teamgeist in hohem Maße zu beweisen.

Weitere Informationen über Willem C. Vis Moot finden Sie hier.

Verfasst von LT