Die Saison 2025/26 des Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot (kurz Vis Moot) ist zu Ende gegangen – und unser Team der Leibniz Universität Hannover blickt auf eine außergewöhnliche Reise zurück. Monate intensiver juristischer Recherche, engagierter Teamarbeit und unvergesslicher Begegnungen liegen hinter uns.
Ein besonderer Höhepunkt der Saison war unser Abschneiden beim Willem C. Vis East International Commercial Arbitration Moot, welcher vom 15. bis 22. März 2026 in Hongkong: Unser Team wurde für beide eingereichten Schriftsätze (Memoranda) mit einem Honorable Mention ausgezeichnet. Sich unter den zahlreichen teilnehmenden Universitäten weltweit hervorzuheben, erfüllt uns mit großem Stolz.
Im Vorfeld des Hauptwettbewerbs nahm unser Team an Pre-Moots in Amsterdam, Madrid, Marburg, Helsinki und Florenz teil, um die mündlichen Plädoyers zu üben und sich bestmöglich vorzubereiten. Darüber hinaus richteten wir selbst einen eigenen Pre-Moot in Hannover aus und unterstützten damit Teams anderer Universitäten bei ihrer Vorbereitung.
Was den Vis Moot von anderen Wettbewerben unterscheidet, ist die einzigartige Gemeinschaft, die er schafft. Von den Pre-Moots bis zu den Abschlussrunden konnten wir zahlreiche echte Freundschaften mit Teams aus aller Welt schließen. Ob in Amsterdam, Madrid, Florenz oder Hongkong – überall entstanden Verbindungen, die weit über den Wettbewerb hinausgehen. Diese Erlebnisse erinnern uns daran: Im Verhandlungssaal sind wir Konkurrenten, außerhalb bilden wir eine globale Gemeinschaft zukünftiger Juristinnen und Juristen.
Dieser Erfolg ist das Ergebnis der Hingabe aller Teammitglieder: Luca Cot, Sina Elanur Gümüsgöz, Maximilian Jäckel, Jan-Henning Landsmann, Sarah Lidekat, Mia Simecek sowie den diesjährigen Coaches Daniel Bosdorf und Julius H. Grotjahn. Wir sind stolz auf das Erreichte und freuen uns auf die nächste Moot-Saison.
Großer Dank gilt auch Prof. Dr. Volker Wiese und dem Team seines Lehrstuhls für die Betreuung des Teams.
Rückblick auf vergangene Jahre
Das Vis Moot Team Hannover kann auf eine konstant gute Leistungen in den vergangenen Jahren zurückblicken: Während sich das Team beim 26. Durchgang in Wien unter den 64 besten der 378 teilnehmenden Teams in Wien platzieren konnte, gelang es den Studierenden der Leibniz Universität beim 30. Durchgang, zu den besten 32 Teams und im vergangen Jahr beim 31. Durchgang sogar zu den besten 16 Teams zu gehören.
Was ist der Willem C. Vis Moot?
Im Willem C. Vis Moot entsenden über 375 Universitäten aus der ganzen Welt ein Team, das sich mit den anderen Teams in den „Olympics of International Trade Law“ messen darf. Gegründet wurde der Vis Moot 1993 von Professor Eric Bergsten von der New Yorker Pace University, um das UN-Kaufrecht (CISG) zu promoten. Seitdem wird der Wettbewerb jährlich in Wien, seit 2003 parallel in Hong Kong als Vis East Moot ausgerichtet.
Dieses Jahr geht der Vis Moot bereits in die 34. Runde und zieht über 1500 Studierende von über 370 Universitäten an, die anhand eines fiktiven Falles im UN-Kaufrecht ein internationales Schiedsverfahren simulieren. Neben jeder Menge Spaß, Erfahrung und einer detaillierten Ausbildung im Legal Writing und Oral Advocacy erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich auf den Anwaltsberuf praktisch vorzubereiten und Engagement, Können und Teamgeist in hohem Maße zu beweisen.
Weitere Informationen über Willem C. Vis Moot finden Sie hier.