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Sexualstrafrecht im Wandel: Prof. Dr. Susanne Beck, Dr. Maximilian Nussbaum und Pia Pielhau veröffentlichen Open-Access-Sammelband

Sexualstrafrecht im Wandel: Prof. Dr. Susanne Beck, Dr. Maximilian Nussbaum und Pia Pielhau veröffentlichen Open-Access-Sammelband

© Juristische Fakultät Hannover

Öffentlich geführte Debatten über digitale sexualisierte Gewalt und gefälschte sexualisierte Darstellungen zeigen, dass das Sexualstrafrecht derzeit nicht nur Fachkreise beschäftigt. Hinzu kommen Fragen der sexuellen Zustimmung und des öffentlichen Umgangs mit Vorwürfen sexualisierter Gewalt, gerade auch mit Blick auf Betroffenenperspektiven, mediale Berichterstattung und die Unschuldsvermutung. Das Sexualstrafrecht ist damit längst nicht mehr nur ein Thema der Strafrechtswissenschaft, sondern auch der Medien, der Rechtspolitik und der Gesellschaft. Immer häufiger wird dabei auch gefragt, ob es in der juristischen Ausbildung stärker verankert werden sollte, möglicherweise sogar als Teil des Pflichtfachstoffs.

Aufgreifen der Thematik in der universitären Lehre

An der hiesigen Fakultät wurde diese Entwicklung bereits im Sommersemester 2025 mit der Ringvorlesung „Sexualstrafrecht im Wandel“ aufgegriffen. Sie bot Studierenden und Interessierten Gelegenheit, sich mit einem Rechtsgebiet auseinanderzusetzen, das im Studium bislang nur begrenzt behandelt wird, in Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit aber von besonderer Bedeutung ist.

Vom Lehrformat zum Sammelband

Aus dieser Veranstaltungsreihe ist nun der gleichnamige Sammelband „Sexualstrafrecht im Wandel“ hervorgegangen. Herausgegeben wurde er von Prof. Dr. Susanne Beck, LL.M. (LSE), Dr. Maximilian Nussbaum, LL.M., und Pia Pielhau. Das Werk ist bei Nomos in der Reihe „Grundlagen des Strafrechts“ erschienen und Open Access frei verfügbar.

Inhaltliche Schwerpunkte und Perspektiven des Sammelbands

Der Band knüpft an die in der Ringvorlesung aufgeworfenen Fragen an. Die Beiträge befassen sich unter anderem mit sexueller Zustimmung, Stealthing, Abhängigkeitsverhältnissen, Catcalling und der Strafbarkeit der Verbreitung sogenannter Deep Nudes. Dabei verbinden sie kriminologische, dogmatische, rechtspolitische sowie unions- und völkerstrafrechtliche Perspektiven.

Der Open-Access-Band ist hier kostenfrei abrufbar.

Forschen an der Juristischen Fakultät

Die Juristische Fakultät Hannover bedient ein breites Forschungsfeld. Informationen zu den Forschungsbereichen und zu laufenden Forschungsprojekten finden Sie hier.

Bei Interesse an einem eigenen Forschungsvorhaben finden Sie unter den folgenden Links Informationen zu einer Promotion oder Habilitation an der Juristischen Fakultät.

Verfasst von MMM