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Tipps für die Examensvorbereitung: Interview mit Spitzenabsolvent Maximilian Lotz

Tipps für die Examensvorbereitung: Interview mit Spitzenabsolvent Maximilian Lotz

Junger Mann in Anzug steht vor dem Eingang des Landesjustizprüfungsamt (LJPA) in Celle. Junger Mann in Anzug steht vor dem Eingang des Landesjustizprüfungsamt (LJPA) in Celle. Junger Mann in Anzug steht vor dem Eingang des Landesjustizprüfungsamt (LJPA) in Celle.
© Maximilian Lotz

Maximilian Lotz war mit einem Notendurchschnitt von 13,37 Punkten im ersten Examen unter den drei besten Absolvent*innen des Jahrgangs 2024 unserer Fakultät. Wir haben versucht, sein Erfolgsrezept für ein herausragendes Examen herauszufinden, und ihn dafür interviewt.

Was war im ersten Semester Ihr Lieblingsfach?

BGB I bei Prof. Dr. Heinze (inzwischen Universität zu Köln) hat mir besonders gut gefallen.

Welchen Schwerpunkt haben Sie gewählt? Haben Sie ihn vor oder nach dem staatlichen Teil absolviert?

Ich habe den SP 3 (Handel, Wirtschaft und Unternehmen) nach dem staatlichen Teil absolviert. Ausschlaggebend für die Wahl war mein Interesse an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Recht, das ich im Schwerpunkt auch weiter vertiefen konnte.

Wie sah Ihre Examensvorbereitung aus und wie lange hat sie gedauert?

Für die Examensvorbereitung habe ich mir rund ein Jahr und neun Monate Zeit genommen. Zunächst habe ich den Jahreskurs eines kommerziellen Repetitoriums besucht. Dabei war es mir wichtig, kontinuierlich am Ball zu bleiben, um aktiv mitarbeiten zu können. Ich habe abgeschichtet, sodass ich mich nach dem Repetitorium noch ein halbes Jahr auf Zivilrecht und danach drei Monate auf öffentliches und Strafrecht vorbereiten konnte. Nach dem Repetitorium habe ich den gesamten Stoff mehrmals wiederholt und dabei vertieft. Zusätzlich habe ich regelmäßig mit einer Lerngruppe und einem Lernpartner Fälle auf Examensniveau besprochen.

Während der gesamten Vorbereitungszeit habe ich versucht, wöchentlich eine Probeklausur zu schreiben.

Mein bevorzugtes Lernmedium waren selbstgeschriebene Karteikarten. So konnte ich den Stoff durch das Umformulieren und Aufschreiben aktiv verarbeiten und gleichzeitig eine gute Grundlage für die Wiederholung schaffen. Dabei habe ich darauf geachtet, mich nicht zu sehr auf Detailprobleme zu fixieren, sondern mir vor allem die Strukturen und das Systemwissen zu erarbeiten.

Wie viele Probeklausuren haben Sie ungefähr geschrieben?

Ich habe die Klausuren zwar nicht genau gezählt, aber ich schätze, es waren etwa 75 Stück. Mir war es besonders wichtig, die Klausuren nicht nur zu schreiben, sondern sie auch gründlich nachzubereiten und aus den Fehlern zu lernen. Auch wenn das manchmal viel Zeit gekostet hat, war es den Aufwand auf jeden Fall wert.

Gab es etwas, das Sie als Ausgleich zum intensiven Lernen in der Vorbereitungsphase auf das Examen gemacht haben? (Sport, Hobby…)

Ich habe mich bemüht, regelmäßig sportlichen Ausgleich durch Besuche im Fitnessstudio oder beim Laufen zu finden. Allerdings wurde dies mit der Zeit zunehmend weniger, je näher die Prüfungen rückten. Darüber hinaus habe ich vor allem bei Spaziergängen, Spieleabenden oder Treffen mit Freunden entspannt. Diese Auszeiten waren für mich besonders wichtig und sollten in der Examensvorbereitung nicht zu kurz kommen.

Welchen Rat oder welche Empfehlungen möchten Sie Studierenden für die Examensvorbereitung auf den Weg geben?

Auch wenn es schwerfällt, fokussiert euch darauf, euren eigenen Weg zu gehen und euch nicht zu sehr mit anderen zu vergleichen. Jeder lernt anders, und nicht für jeden ist es sinnvoll, jeden Tag ab 8 Uhr morgens in der Bibliothek zu sitzen. Nehmt euch bewusst Zeit für Selbstreflexion, um herauszufinden, was für euch funktioniert, und bleibt dabei, ohne euch verunsichern zu lassen.

Zudem kann ich nur empfehlen, euch mit einer engagierten Lerngruppe oder einem Lernpartner bzw. einer Lernpartnerin zusammenzutun, um regelmäßig Fälle durchzusprechen. Obwohl ihr die Prüfungen allein bestehen müsst, halte ich es für entscheidend, die Examensvorbereitung nicht im Alleingang, sondern im Team anzugehen. Besonders mein Lernpartner und ich haben enorm von unserem regelmäßigen Austausch profitiert.

Für die mündliche Prüfung kann ich zudem die Simulationen des HannES-Repetitoriums sehr empfehlen.

Wie geht es nun bei Ihnen weiter? Was sind Ihre Pläne?

Ich beginne nun meine Promotion und werde parallel als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig sein.

Kurz gefragt, kurz geantwortet:

Contine oder Hauptmensa?

Contine 

NJW oder JA?

Jus

Bib oder zuhause?

Für den vollen Fokus kurz vor den Klausuren: Zuhause! Ansonsten Bib.

Cocktails oder Bier?

Bier

Habersack oder Beck-Ausgabe?

Habersack

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Maximilian Lotz für das Interview!

Verfasst von LT