• Zielgruppen
  • Suche
 

Großer Erfolg des Teams der Leibniz Universität Hannover beim Willem C. Vis Moot East in Hong Kong

Dem Vis Moot Team unserer Fakultät gelang es, einen sehr großen Erfolg bei dem internationalen Studierendenwettbewerb des Willem C. Vis Moot in Hong Kong zu erzielen.

Dem diesjährigen Team gehören an: Alina Holze (21 Jahre / 5. Semester), Gerrit Ippen (23 Jahre / 3. Semester), Sophia Norda (21 Jahre / 3. Semester), Anna Ordina (19 Jahre / 3. Semester), Henna Rahimi (18 Jahre / 3. Semester), Siegfried Schumacher (21 Jahre / 3. Semester).

In Hong Kong trafen sich 125 Teams aus der ganzen Welt, um einen Fall nach dem UN-Kaufrecht vor einem fiktiven Schiedsgericht zu verhandeln. Als Schiedsrichter, die die Verhandlung leiten und die Studierenden bewerten, agieren hochrangige Praktiker und Professoren. Die Studierenden selbst schlüpfen in die Rolle der Anwälte.

Aus Deutschland nahmen an dem Wettbewerb 12 Universitäten teil. Zunächst müssen die Teams in der Vorrunde zweimal die Klägerposition und zweimal die Beklagtenposition vertreten. Zusammen mit fünf weiteren deutschen Teams zog das Team der Leibniz Universität Hannover in die Finalrunden ein, wo im K.O. System plädiert wird. Erst in der Runde der besten 16 Teams musste sich das Team geschlagen geben und schied damit zusammen mit dem Team der Humboldt Universität Berlin als letztes deutsches Team aus.

Ein ganz besonderer Erfolg gelang Sophia Norda. Der beste Teilnehmer in der Vorrunde wird mit dem Neil Kaplan Award ausgezeichnet. Sophia Norda belegt Platz 2 von ca. 400 Studierenden aus der ganzen Welt. Anna Ordina wurde mit einer Honourable Mention des Neil Kaplan Awards ausgezeichnet. Sie schaffte es unter die besten 33 Studierenden der Vorrunde.

Schließlich trug zu dem herausragenden Erfolg auch eine Honourable Mention für den besten Beklagtenschriftsatz bei. Hannover gehört damit auch in dieser Kategorie zu den 23 besten Teams des Wettbewerbs.

Die Juristische Fakultät gratuliert dem Vis Moot Team der Leibniz Universität Hannover und den beiden Coaches Robert Bähr und Karolina Mieszaniec sowie Herrn Professor Christian Wolf, der mit seinem Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Zivilprozessrecht seit über 11 Jahren den Vis Moot für die Juristische Fakultät betreut.

"Wir hatten in diesem Jahr ein hochmotiviertes und, wie die Ergebnisse zeigen, ausgezeichnetes Team", so Wolf. "Mein großer Dank gilt aber auch allen meinen Lehrstuhlmitarbeitern, die das Team nach Kräften unterstützt haben und immer wo Not am Mann war geholfen haben".

Mit erheblichem Rückenwind reist das Team nun nach Wien zum zweiten Teil des Vis Moot. Die Juristische Fakultät ist stolz auf das bereits geleistete und drückt für den zweiten Teil wieder alle Daumen. Sie ist sicher, dass das Team die Farben der Leibniz Universität würdig vertreten werden!

 

Zum Vis Moot

Der Willem C. Vis Moot ist ein internationaler Studierendenwettbewerb, der in Hong Kong und Wien ausgetragen wird. Dabei kommt an beiden Austragungsorten der gleiche Fall zur Verhandlung, allerdings dürfen die Teilnehmer, welche in Hong Kong plädiert haben, nicht in Wien plädieren. Verhandelt wird vor einem internationalen Schiedsgericht nach den Regeln einer bestimmten Schiedsorganisation, in diesem Jahr nach den Regeln des CENTER FOR ARBITRATION AND MEDIATION OF THE CHAMBER OF COMMERCE BRAZIL - CANADA (CAM/CCBC). In der Sache ging es um einen Entwicklungs- und Verkaufsvertrag über Flugzeugturbinenschaufeln. Der Fall ist nach der United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG) oder UN-Kaufrecht zu entscheiden. Prozessual hatten sich die Teilnehmer mit der Frage auseinanderzusetzen, ob der Beklagte Prozesskostensicherheit beantragen kann und ob der Kläger die Klage rechtzeitig erhoben hat. Im materiell-rechtlichen Teil war zu diskutieren, welcher Wechselkurs für die Kaufpreisberechnung zugrunde zu legen ist und zu welchen Lasten Überprüfungsgebühren nach dem Geldwäschegesetz im Heimatstaat des Verkäufers gehen.

An dem Wettbewerb in Hong Kong nahmen 125 Teams aus 33 Nationen teil.

Mehr Informationen zum Wettbewerb unter

www.cisgmoot.org

und

www.vismoot.pace.edu

und zum Vis Moot Team der Leibniz Universität Hannover

www.vismoot.de