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Tipps für die Examensvorbereitung: Interview mit einem Spitzenabsolventen. #3

Dipl.-Jur. Niclas Stock war mit einem Notendurchschnitt von 13,18 Punkten im ersten Examen der beste Absolvent des Absolventenjahrgangs 2017 unserer Fakultät.

Wir haben versucht, sein Erfolgsrezept für ein herausragendes Examen herauszufinden, und ihn dafür interviewt.

 

 

Was war im ersten Semester Ihr Lieblingsfach?

Im ersten Semester hat mir Staatsrecht viel Spaß gemacht, bis ich dann das Klausurergebnis bekommen habe. Danach mochte ich plötzlich Strafrecht lieber.

 

Welchen Schwerpunkt haben Sie gewählt? Haben Sie ihn vor oder nach dem staatlichen Teil absolviert?

Ich habe den Schwerpunkt „Strafverfolgung und Strafverteidigung (SP 4)“ gewählt. Wirtschaftsstrafrecht bei Prof. Momsen hat mir besonders gut gefallen. Ich habe den Schwerpunkt vor dem staatlichen Teil gemacht, da ich auf Grund von Freisemestern so immer noch abschichten konnte.

 

Wie sah Ihre Examensvorbereitung aus und wie lange hat sie gedauert?

Private Repetitorien waren mir zu teuer, daher habe ich ein Jahr lang den HannES-Kurs der Uni besucht, der mich überwiegend positiv überrascht hat. Wirklichen Mehrwert hatte aber vor allem das Schreiben von Probeklausuren. Insgesamt hat meine Vorbereitung ca. 16 Monate gedauert. Im Nachhinein hätte ich viel eher mit dem Schreiben (und Nacharbeiten) der Probeklausuren begonnen und weniger Wissen durch Karteikarten und Skripte wiederholt, weil dabei ohnehin wenig hängen bleibt.

 

Wie viele Probeklausuren haben Sie ungefähr geschrieben?

Drei dicke Aktenordner voll. Ich glaube es sind ungefähr 60-70.

 

Gab es etwas, das Sie als Ausgleich zum intensiven Lernen in der Vorbereitungsphase auf das Examen gemacht haben? (Sport, Hobby…)

Ich habe mich ins Ehrenamt bei der Refugee Law Clinic gestürzt. Das ist vermutlich nicht für jede/n eine Option. Verschiedene Leute brauchen Verschiedenes, um sich neben der Examensvorbereitung einen Ausgleich zu verschaffen.

 

Welchen Rat oder welche Empfehlungen möchten Sie Studierenden für die Examensvorbereitung auf den Weg geben?

Ich finde es wichtig, dass man die Examensphase nicht als etwas völlig außergewöhnliches betrachtet, sondern als „Arbeitszeit“. Dadurch vernachlässigt man seine Freunde und Hobbies nicht und lässt auch den Druck nicht ganz so nah an sich herankommen. Man sollte sich auch nicht von Menschen, die mit ihrer Lernzeit prahlen, verrückt machen lassen. Wenn man das Tagesziel erreicht hat, sollte man ohne schlechtes Gewissen Feierabend machen. Man wird ja nicht nach Stunden bezahlt.

 

Wie geht es nun bei Ihnen weiter? Was sind Ihre Pläne?

Ich arbeite bei Frau Brosius-Gersdorf als wissenschaftlicher Mitarbeiter und versuche mich an einer Doktorarbeit im öffentlichen Recht.

Kurz gefragt, kurz geantwortet

Contine oder Hauptmensa?

Contine, wobei der Nachtisch in der Hauptmensa nicht zu toppen ist.

NJW oder JuS?

Ich finde beides meistens nicht sonderlich interessant, aber ich lese gelegentlich die Überschriften in der NJW.

Bib oder zuhause?

Zuhause. Der Mensakaffee ist leider nicht so gut und zuhause lasse ich mich nicht so leicht ablenken (wirklich!).

Cocktails oder Bier?

Bier, gerne irgendein Hipster-Bier mit ausschließlich glücklicher Hefe.

Schönfelder oder Beck-Ausgaben?

Beck-Ausgaben. Reichen fast immer und sind nicht so teuer.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Stock für das Interview!