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Eine Woche Japan | Jurastudentinnen nehmen am MIRAI-Programm teil

Im Dezember 2017 bekamen zwei Studentinnen unserer Fakultät (jeweils im 7. Semester) die Chance, am MIRAI-Programm des Japanischen Außenministeriums teilzunehmen und für eine Woche nach Japan zu fahren.

Das MIRAI-Programm wird bereits seit drei Jahren durchgeführt: Jedes Jahr lädt das Japanische Außenministerium dazu etwa 80 Studierende aus ganz Europa ein, um Land und Leute kennen zu lernen.

Eine Woche Japan

Anfang Dezember ging es für uns also auf nach Tokio. In verschiedenen Vorlesungen im japanischen Außenministerium erfuhren wir mehr über Themen wie die japanische Außenpolitik oder Kultur. Natürlich haben wir aber auch Tokio selbst erkundet, das auf jeden Fall eine Reise wert ist. Insbesondere den Stadtteil Akihabara, wo auch mal Japaner in Mario-Karts über die Straße fahren, sollte man sich ansehen, aber auch sonst gibt es in Tokio viel zu entdecken.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen (schon eine Erfahrung für sich) fuhren wir zunächst weiter nach Kyoto, der alten Hauptstadt Japans, wo wir eine Menge über die Japanische Kultur und Religion erfuhren. Die meisten Japaner folgen nicht nur einer Religion, sondern glauben sowohl an die Lehren des Buddhismus als auch des Shinto. Deshalb besuchten wir zwei verschiedene buddhistische Tempel und einen Shinto-Schrein. In letzterem wurden wir sogar Zeugen einer traditionellen Shinto-Hochzeit. Außerdem besuchten wir ein Noh-Theater (ein traditionelles Maskentheater). Obwohl teilweise sehr skurril, insbesondere durch die wirklich einzigartige Musik, eine unglaubliche Erfahrung und eines der Highlights unserer Reise.

Abends ging es dann schon weiter nach Hiroshima, wo wir den wohl beklemmendsten Tag verbracht haben. Wir hörten uns die Geschichte einer Zeitzeugin an, die die Atombombe am 06.08.1945 überlebte, und hatten dann im Anschluss noch Zeit, uns das Gedenkmuseum anzusehen. Unter anderem werden dort die Überreste der Habseligkeiten von Opfern der Atombombe ausgestellt.

Zurück in Tokio haben wir noch einen Projekttag an der Waseda University verbracht, bevor es schon wieder Richtung Heimat ging.

Leider ging die Zeit in Japan viel zu schnell vorbei. Auch wenn wir nur eine Woche dort waren, konnten wir viel über das Land und seine Leute lernen und Bekanntschaften in viele europäische Länder knüpfen. Als Fazit können wir nur sagen, dass Japan ein faszinierendes, einzigartiges Land ist, in das sich eine Reise auf jeden Fall lohnt. Jedem, dem sich die Chance bietet durch das MIRAI-Programm oder auf andere Weise nach Japan zu fahren, können wir nur nahelegen diese auch zu ergreifen.

An dieser Stelle wollen wir uns auch noch einmal bei allen Beteiligten für die schöne Zeit in Japan bedanken.

Weitere Einblicke

Mehr und ausführlichere Informationen zum MIRAI-Programm 2017 und unseren Erlebnissen können im Blog nachgelesen werden.

Wie man sich für das MIRAI-Programm qualifizieren kann

Kleiner Hinweis am Rande für am MIRAI-Programm Interessierte: Für die Teilnahme am MIRAI-Programm wenden sich die Japanischen Vertretungen (für Hannover das Generalkonsulat in Hamburg) an die verschiedenen Universitäten bzw. Fakultäten, die dann etwa zwei Personen vorschlagen können. Nach dem Vorschlag durch die Fakultät darf man dann am eigentlichen Auswahlverfahren teilnehmen.

An der Juristischen Fakultät in Hannover bedeutet dies, dass man auf der Dean´s List sein sollte, um vom Dekan für das MIRAI-Programm oder ähnliche Programme vorgeschlagen zu werden. Was die Dean's List ist und wie man auf die Dean's List gelangt, erfahren Sie hier.