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Rückblick auf die 1. RAILS Fachtagung zu Künstlicher Intelligenz, Robotik und Recht

Neue Lebensverhältnisse werfen neue Rechtsfragen auf. Das gilt auch für das zunehmend relevante Thema „Künstliche Intelligenz und Robotik“. Die damit einhergehenden Rechtsfragen sollen durch die neugegründete interdisziplinär ausgerichtete Robotics & AI Law Society (RAILS) aufgegriffen und erforscht werden. Man hat sich zum Ziel gesetzt, auf die Entwicklung verantwortungsvoller intelligenter Systeme hinzuwirken und dafür aktiv an einem entsprechenden Rechtsrahmen mitzuarbeiten. An der Gründung waren u.a. das Forschungszentrum L3S und das Institut für Rechtsinformatik beteiligt. 

Der Einladung zur Auftaktveranstaltung in das Leibnizhaus am 23. März 2018 folgten mehr als 120 Gäste. In 12 Vorträgen wurden inter- und intradisziplinär der Stand der Forschung und offene Rechtsfragen jetzt und in 10 Jahren im Bereich „Künstliche Intelligenz und Robotik“ diskutiert und das Thema damit erstmals in einer Veranstaltung aus allen Bereichen des Rechts beleuchtet.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten und einem Videogruß vom RAILS Kuratoriumsmitglied Jan-Philipp Albrecht, gab Prof. Dr. Haddadin im Rahmen seiner Keynote einen technischen Einblick in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Robotik und KI Technologie. Darauf folgten Vorträge zu den Schwerpunktbereichen Regulierung, Verantwortung, Wirtschaft und Kontrolle sowie dem Bereich Rechtsanwendung. Im Anschluss jeden Bereiches gab es eine Paneldiskussion.
Im Ergebnis bestand Einigkeit, dass sich viele der zur Zeit diskutierten Fragen bereits mit dem geltenden Recht beantworten lassen, dass es aber auch Bereiche gibt und zunehmend geben wird, in denen das Recht angepasst oder neue Rechtsrahmen geschaffen werden müssen. Gleichsam wurde deutlich, dass diese technologische Entwicklung alle Bereiche des Rechts und damit der Gesellschaft erfasst und dass eine erfolgreiche Bewältigung dieser Fragestellungen eine zunehmende Vernetzung, einen intensiven Austausch und enge Kooperation sowohl der juristischen Fachbereiche untereinander, als auch interdisziplinär, insbesondere mit den technischen Fachrichtungen aber auch mit den ethischen, gesellschaftspolitischen und philosophischen Fachbereichen erfordert.

Veranstaltungen zur Digitalisierung für Studierende an der Juristischen Fakultät

Wer sich bereits innerhalb des Studiums mit Fragen zur Künstlichen Intelligenz und Digitalisierung beschäftigen möchte, dem ist ein Besuch der Veranstaltungen "Bio- und Technikstrafrecht" und Legal Tech im Sommersemester 2018 zu empfehlen.

Außerdem können wir Ihnen einen Blick auf folgende Veranstaltungen und ergänzenden Studiengänge empfehlen: