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Mitwirkung von Frau Prof. Beck am Projekt "MobIPaR"

Eines der Forschungsgebiete von Frau Prof. Dr. Beck ist die rechtliche Bewertung der Forschung und Nutzung von Robotik. Im Projekt MobIPaR (Mechatronische Entwicklung einer adaptiven Plattform zur Mobilisation Intensiv-Pflegebedürftiger), an welchem ihr Lehrstuhl mitwirkt, wird die klinische Nutzbarkeit eines speziellen Pflegebettes zur Mobilisierung pflegebedürftiger Personen auf der Intensivstation erforscht. Hierbei stellen sich auch zahlreiche rechtliche Fragen.

Ziel des Projekts ist es, Pflegebedürftige mit Hilfe eines vertikalisierbaren Pflege- und Rehabilitationsbetts auf Intensivstationen und anderen Pflege- und Rehabilitationssettings eine robotisch optimierte, autoadaptive Therapie zu bieten und dadurch einerseits ihre Genesung zu fördern und andererseits die Pflegenden/Therapeuten zu entlasten.

Der Einsatz einer robotischen Komponente bei pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten stellt eine rechtliche Herausforderung dar. Juristische Probleme und Spannungsfelder sind zu erforschen, sowie mögliche Probleme aufzuzeigen und ggf. Lösungen zu erarbeiten.

Im Bereich des öffentlichen Rechts ergibt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein technisches Gerät überhaupt als Medizinprodukt zugelassen und genutzt werden kann. Dieser Bereich ist stark von europarechtlichen Normen geprägt: In erster Linie steht die Sicherheit, aber auch die Wirksamkeit im Fokus.

Zudem ist das Datenschutzrecht relevant: medizinische Informationen sind besonders sensibel und können personenbezogene Daten darstellen. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Patientin oder des Patienten muss geschützt werden – andererseits besteht auch ein Interesse, mit den Daten wissenschaftlich zu forschen und so einen Beitrag zum Fortschritt zu leisten.

Interessante strafrechtliche und zivilrechtliche Fragen stellen sich beispielsweise im Bereich der Einwilligung von Patientinnen und Patienten. Gerade auf der Intensivstation befinden sich regelmäßig auch einwilligungsunfähige Personen, die beispielsweise im Koma liegen. Ihre Rechte müssen abgewogen werden: einerseits sollen sie medizinisch umfassend betreut werden, andererseits soll möglichst nach ihrem Willen gehandelt werden. Für die Praxis ebenfalls von herausragender Bedeutung ist die Frage der Haftung: Was genau ist noch unter dem sogenannten "erlaubten Risiko" zu verstehen, um einen Fahrlässigkeitsvorwurf im Zivil- und Strafrecht zu vermeiden? Es muss erarbeitet werden, welche Sorgfaltspflichten bei der Inbetriebnahme des Pflege- und Rehabilitationsbetts entstehen.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Mitgliedern des Konsortiums finden Sie hier. MobIPaR wird bis April 2020 vom BMBF gefördert und von Ass. Iur. Daniela Sprengel bearbeitet.

Veranstaltungen für interessierte Studierende an der Juristischen Fakultät

Wenn Sie sich bereits im Studium mit den Forschungsschwerpunkten von Frau Prof. Dr. Beck auseinandersetzen wollen, empfehlen wir Ihnen den Besuch der Veranstaltung "Bio- und Technikstrafrecht" im Sommersemester 2018. Weitere Informationen finden Sie bei Stud.IP.

Weiterhin bietet Frau Prof. Beck im Sommersemester 2018 ein Proseminar unter dem Titel "Fragen des Bio- und Technikstrafrechts" an. Weitere Informationen finden Sie auf Stud.IP