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Mi | 10.10.2018 | 13.15 Uhr

III. Mittelbautagung; Raum 1507.004

Am Mittwoch, den 10. Oktober 2018, findet zwischen 13.15 Uhr und 19.30 Uhr in Raum 1507.004 die III. Mittelbautagung der Juristischen Fakultät Hannover statt. Sie steht unter dem Oberthema „Rechtliche Betrachtungen zum Status quo einverständlichen Vorgehens auf Ebene der EU und ihrer Mitgliedstaaten“.

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen! Eine Einladung mit allen wichtigen Informationen finden Sie hier als PDF.

Über das Thema

„In der Erkenntnis, dass zur Beseitigung der bestehenden Hindernisse ein einverständliches Vorgehen erforderlich ist (...)“ — aus der Präambel des EWG-Vertrages.

Der 60. Jahrestag der Römischen Verträge, der im letzten Jahr mit umfangreichen Feierlichkeiten bedacht worden ist, fördert (und fordert) eine Rückbesinnung auf die Ursprungsgedanken, welche der Gründung der einstmaligen Europäischen Gemeinschaften zugrunde lagen. Ein sehr essentieller Wert war, bereits seit der ersten Stunde, der aus der Präambel der Verträge hervorgehende Ausgangspunkt notwendig einverständlichen Handelns der Partner zwecks Überwindung von Kalamitäten jeder Art: Dergestalt sollte die kontinuierlich dynamische Entwicklung der Gemeinschaften, später der Union, sichergestellt werden.

Sukzessive Erweiterungen der Anzahl von Mitgliedstaaten (1973, 1981, 1986, 1995, 2004, 2007 sowie 2013) haben die Beibehaltung und Pflege dieses Initialwertes durch die heutige EU aus verschiedenen Gründen schwieriger werden lassen.

So gibt es in den letzten Jahren häufige Beispiele insbes. „verstärkter Zusammenarbeit“ (bzgl. unterschiedlicher Rechtsgebiete) zwischen Mitgliedstaaten – speziell in solchen Fällen, in welchen nicht alle Mitgliedstaaten als teilnahmewillig an Projekten erscheinen. 

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge wurden der europäischen Öffentlichkeit (angesichts verschiedener, jüngerer Dissonanzen zwischen Mitgliedstaaten und EU) seitens der EU Vorschläge kommuniziert, welche u.a. ganz offiziell die Realisierung einer zukünftigen EU verschiedener Integrations- und Entwicklungsstufen andachten. Ist dies jedoch eine probate Lösung?

Der Mittelbau der Juristischen Fakultät der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität ist im vollen Bewusstsein darüber, dass sich Hannover im geographischen Herzen des europäischen Kontinents befindet. Daher ist eine Auseinandersetzung mit der umschriebenen Problematik im Rahmen der liebgewonnenen Tradition der hiesigen Mittelbautagungen nicht nur absolut aktuell, sondern gleichsam von besonderer Bedeutung. Dies wird nicht zuletzt durch die Dreisprachigkeit der Vorträge der diesjährigen Tagung dokumentiert, welche, insbes. durch das Produkt des geplanten Tagungsbandes, auf grenzüberschreitende Resonanz hofft.

Tagungsprogramm

13.15 Uhr 

 

Begrüßung

Prof. Dr. iur. Bernd H. Oppermann, LL.M. (UCLA), Dekan

Prof. Dr. Claas Friedrich Germelmann, LL.M. (Cambridge), Studiendekan

13.30 Uhr

Introduction: Concerted Actions within the EU. General Status Overview

Dr. iur. Dimitrios Parashu, MLE

14.00 Uhr

 

Strafrecht: Die Europäische Staatsanwaltschaft – eine erfolgsversprechende Institution für ein einverständliches Vorgehen auf der Ebene der Europäischen Union?

Ass. iur. Rita Abood

14.30 Uhr

 

Die Abschaffung des Exequaturverfahrens - ein Weg zu mehr einverständlichem Vorgehen im europäischen Zivilverfahrensrecht?

Dipl.-Jur. Luisa Volkhausen

15.00 Uhr

 

Concerted Action and the EU Common Foreign And Security Policy 2.0 - a new security for Europe?

Dipl.-Jur. Vincent Widdig

15.30 Uhr

Diskussion

16.00 Uhr

Pause

16.30 Uhr  

 

Concerted Action in European Public Passenger Transport Law

Dr. iur. Daniel Sliwiok-Born

17.00 Uhr  

 

Coopérations économiques UA-UE: Une Action Concertée?

Séraphin Brou Yoboué, LL.M.

17.30 Uhr  

 

EU Legal Framework on Technical Development: Ways to Concerted Actions?

David Zaprosyan, M.Sc., LL.M.

18.00 Uhr  

 

Durchsetzung des Datenschutzrechts durch Private vor dem Hintergrund aktuellen EU-Rechts

Dipl.-Jur. David B. Erhardt

18.30 Uhr  

Diskussion

19.00 Uhr 

Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlusswort

Dr. iur. Dimitrios Parashu, MLE

Ansprechpartner

Dr. iur. Dimitrios Parashu, MLE

Juristische Fakultät Hannover

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Zivil- und Handelsrecht sowie am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbes. Europarecht

Tel.:       +49 511 762 8253

Mail:      dimitrios.parashujura.uni-hannover.de