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Studentenfutter Wegweiser #4 mit Alessa Böttcher

Studentenfutter Wegweiser #4 mit Alessa Böttcher

© Institut für Prozess- und Anwaltsrecht

Wie geht es nach der juristischen Ausbildung beruflich weiter? Das juristische Studium bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlichster Karrierewege einzuschlagen. Beispiele für die Vielfalt der Berufschancen werden mit der von Mitarbeitenden des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) initiierten Interviewreihe „Studentenfutter Wegweiser“ aufgezeigt.

Dabei berichten Alumni des Instituts und der Fakultät von ihren persönlichen Erfahrungen des Berufseinstiegs und geben den ein oder anderen Tipp an Sie als Studierende. Eins sei verraten - von Start-Up-Gründung über Großkanzlei bis hin zu einer journalistischen Karriere ist alles dabei.

Im Gespräch mit Alessa Böttcher

In diesem Teil der Reihe berichtet Alessa Böttcher über ihren Alltag. Frau Böttcher ist Referendarin am OLG in Celle. Ihren Weg zum Jurastudium und warum sie sich nach dem Examen direkt für das Absolvieren des Referendariats entschieden hat, beschreibt sie wie folgt:

Ich entschied mich nach der Schule für das Jura Studium, weil ich mich noch nicht auf einen späteren Beruf festlegen konnte. Auch nach dem Examen hatte ich keine klare Vorstellung in welchem Bereich ich später arbeiten möchte. Deshalb entschied ich mich mit dem Referendariat zu beginnen, in der Hoffnung durch die verschiedenen Einblicke meinen Traumjob zu finden.

Im Studium hatte ich den Eindruck, dass das Referendariat der schwierigste und auch schlimmste Teil der Grundausbildung sein würde. Auch wenn die Organisation chaotischer ist als im Studium und der ein oder andere Nachmittag in der AG oder einer ungeliebten Station einmal lang werden kann, macht die Ausbildung im Großen und Ganzen Spaß und ist (zumindest im ersten Jahr) nicht schwieriger als das Studium. Außerdem bekommt man durch die verschiedenen Stationen am Arbeitsplatz durchaus einen guten ersten Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche und kann das im Studium Gelernte anwenden. Entgegen meiner Erwartungen habe ich nach einem Jahr immer noch keine Vorstellung von meiner beruflichen Zukunft, aber Spaß am Referendariat selbst.

 

Was war Ihr Life Safer in der Examensvorbereitung?

Die Klimaanlage, die Kiste Mate am Lehrstuhl und eine Freundin, mit der ich zusammen das Examen geschrieben habe.

Warum nach dem Examen direkt ins Referendariat?

Ich wollte die klassische Juristen Ausbildung schnell beenden und eine klarere Vorstellung von meiner beruflichen Zukunft bekommen.

Was unterscheidet das Referendariat vom Lehrsystem der Universität?

Durch das sehr verschulte System versetzt einen das Referendariat zurück in die Schulzeit: kleine Unterrichtsgruppen, mündliche Noten und Anwesenheitspflicht inklusive. Die klaren Vorteile einer Gruppe Leidensgenossen als Klassenkammeraden und einer Klassenfahrt hat das Referendariat aber auch für sich.

Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Alltag?

Die Abwechslung. Wegen des Stationswechsels alle 3 bis 5 Monate ändern sich regelmäßig die Aufgaben und der Arbeits- und Lernalltag. Außerdem bekommt man einen sehr guten ersten Eindruck von allen klassischen juristischen Berufsfeldern, die einem später zur Auswahl stehen.

Was sind die Nachteile?

Die Examensvorbereitung geht kurz nach dem ersten Examen direkt weiter, auch die wöchentlichen Probeklausuren.

 

Wir bedanken uns bei Alessa Böttcher für das Interview.

Weitere Interviews

Alle bereits erschienenen Teile der Interviewreihe „Studentenfutter Wegweiser“ finden Sie hier.

Published by SH