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Unser Team für den Steuerrechts-Moot-Court 2022 stellt sich vor

Unser Team für den Steuerrechts-Moot-Court 2022 stellt sich vor

© BFH-Moot-Court-Team Hannover
v.l.n.r. Alexander Stein, Nils Gensert, Kim Devin Gulben, Lennart Sindermann, Anne Clark, Sören von Kries, Svenja Franz, Andre Ossinger, (es fehlt Carolin Grote)

Nach 3 Jahren Pausen findet dieses Jahr zum 9. Mal der BFH-Moot-Court statt. Nachdem das Team der Leibniz Universität Hannover beim vorherigen Durchgang den zweiten Platz erstritten hat, nehmen wir auch dieses Mal wieder mit einem motivierten Team teil, welches hoffentlich an den vergangenen Erfolg anknüpfen kann.

Beim BFH-MOOT-COURT handelt es sich um einen Moot-Court auf dem Gebiet des deutschen Steuerrechts, an dem alle Universitäten aus Deutschland und Österreich teilnehmen können. Ausgerichtet wird der Moot-Court vom Bundesfinanzhof (BFH) und der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft.
Der Moot-Court setzt sich aus zwei Phasen zusammen. In der Vorrunde ist die Aufgabe der teilnehmenden Teams eine Revisionsschrift für eine aktuelle beim BFH anhängige Revision zu erarbeiten. Dieser Schriftsatz wird dann von einer hochrangig besetzten Jury beurteilt. Die Jury nominiert hierbei die vier besten Teams für die Finalrunde. Im Rahmen der Finalrunde ist es die Aufgabe der verbleibenden Teams die Revisionserwiderung der Beklagten oder des Beklagten zu verfassen sowie die Revisionsschrift und Revisionserwiderung für ein zweites anhängiges BFH-Verfahren zu erstellen. Nach der Abgabe dieser Schriftsätze erfolgt dann als Kür die mündliche Verhandlung vor dem BFH in München mit anschließender Siegerehrung.

Das diesjährige Team der Uni Hannover wird vom Vizepräsidenten der studentischen Vereinigung des VFS Hannover stud. iur. Alexander Stein, dem Teilnehmer des vorherigen Durchgangs stud. iur. Sören von Kries sowie dem Lehrbeauftragen RiFG Andre Ossinger – der die hierfür neugeschaffene Lehrbeauftragtenstelle bekleidet – gecoacht. Organisatorisch verortetet ist der Steuerrechts-Moot-Court am Lehrstuhl für Zivilrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht von Frau Prof. Dr. Petra Buck-Heeb und wird – wie in den beiden vorherigen Durchgängen – vom Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover e. V. (VFS Hannover) unterstützt.

Nach einem kurzen Bewerbungsfahren im Dezember 2021 wurden Anne Clark, Svenja Franz, Nils Gensert, Carolin Grote, Kim Devin Gulben, und Lennart Sindermann für das Team unserer Fakultät ausgewählt. Alle teilnehmenden Studierenden befinden sich derzeit im 2. bis 6. Fachsemester.

Das Team setzt sich hälftig aus Mitgliedern mit und ohne steuerrechtlichen Vorausbildung zusammen. Daher entwickelte der VFS Hannover in Zusammenarbeit mit den Coaches ein Programm, um der anderen Hälfte die erforderlichen fachlichen und formalen Kenntnisse für die Erstellung der Schriftsätze zu vermitteln. Dabei konnten die Erkenntnisse aus dem vorherigen Durchgang zu Nutze gemacht werden.

Am 18.01.2022 fand das erste Kennenlernen im Fachgerichtszentrum in Hannover statt. Für die Zeit des Moot-Courts wurde das Team als Praktikantinnen und Praktikanten am Finanzgericht Niedersachsen durch die Präsidentin Frau Petra Hager zugelassen, um so Zugang zur Bücherei des Fachgerichtszentrum zu erhalten und dort intensiv am ersten Schriftsatz arbeiten zu können.

Ende Januar wurden die beiden Fälle ausgegeben. Inhaltlich dürfen sich die teilnehmenden Teams in diesem Jahr zunächst mit dem Thema der Abzugsfähigkeit von Mitgliedsbeiträgen beschäftigen, welche teilweise der Freizeitgestaltung dienen (BFH Az. X R 7/21). Im zweiten Fall geht es um das Thema, ab wann es sich bei Einnahmen aus Online-Poker um Einkünfte aus Gewerbebetrieb handelt (BFH Az. X R 8/21).

Im Rahmen eines Workshops am 01.03.2022 hat das Hannoveraner Team von RA Dr. Phillip Kepper von Kapp/Ebbeling und RiFG Andre Ossinger zunächst eine Einführung in die Erstellung von Revisionsschriftsätzen erhalten. Zwei Tage später referierte Prof. Dr. Steffen Lampert, Leiter des Instituts für Finanz- und Steuerrecht an der Universität Osnabrück, über die materielle Frage des ersten Falles.

Zum 30.05.2022 hat dann die Abgabe des ersten Schriftsatzes zu erfolgen. Die Entscheidung der Jury erfolgt dann am 07.07.2022. Hier hoffen wir auf ein gutes Abschneiden, so dass unser Team an der Finalrunde mit seiner mündlichen Verhandlung teilnimmt.

Das Hannoveraner Team ist heiß darauf, dass Ergebnis des vorherigen Teams noch zu toppen und arbeite auf Hochtouren an der Ausarbeitung des ersten Schriftsatzes. Wer über die Reise unseres Moot-Courts-Teams auf dem Laufenden bleiben will, kann dies gerne auf dem Kanal des VFS Hannover auf Instagram vorbeischauen.

Zuletzt gebührt ein herzlicher Dank dem VFS Hannover für die finanzielle und organisatorische Unterstützung sowie RA Dr. Phillip Kepper für die Einführung in die finanzgerichtliche Praxis, Prof. Dr. Steffen Lampert für die uniübergreifende Unterstützung bezüglich des materiellen Steuerrechts und Frau Prof. Dr. Petra Buck-Heeb für die Einrichtung eines Lehrauftrages für den Moot-Court.

Was ist ein Moot-Court?

Moot-Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, bei den Studierende die rechtliche Vertretung der Prozessparteien darstellen. Die Simulation beinhaltet die Vorbereitung und Durchführung eines Prozesses in rechtlicher wie tatsächlicher Hinsicht. Der Juristische Fakultät Hannover ist bei zahlreichen Moot Courts vertreten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Weitere Informationen über den Steuerrechts-Moot-Court erhalten Sie hier.

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