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Informationen für Studieninteressierte

Warum überhaupt Jura?

Wie können Bürgerinnen und Bürger sich gegen den Staat oder andere Teile der Bevölkerung wehren? Wie gestaltet man einen Vertrag zwischen Unternehmen möglichst günstig? Wie verteidigt man mutmaßliche Straftäterinnen und Straftäter? Wer die hohe Regelungsdichte der deutschen Gesetztessystematik als Herausforderung versteht und sich den Weg für zahlreiche Berufe in Politik, Wirtschaft und Verwaltung ebnen möchte, studiert Rechtswissenschaften.

Entgegen aller Meinungen ist das Jurastudium nicht zu "trocken" oder zu abstrakt; jeden Tag - ob beim Bäcker oder Busfahren - wird der Mensch mit juristischen Vorgängen konfrontiert. Wer ahnt schon, dass mit dem bloßen Einsteigen in die Bahn ein kompletter Beförderungsvertrag geschlossen wird? Diese Vielfältigkeit des Rechts mit der unser alltägliches Leben durchwachsen ist, spiegelt sich auch im Studium der Rechtswissenschaften wieder.

Hierbei wird keinesfalls nur starr auf jahrzentealte Gesetzestexte zurückgegriffen, denn oft erfordert der gesellschaftliche Wandel eine Anpassung des Rechts an neue gesellschaftliche Werte und Moralvorstellungen. Nicht selten muss aber auch das Gesetz eingesetzt werden, um Lösungen für aufgetretene gesellschaftliche Problemfelder zu finden und somit für eine bestmögliche gesellschaftliche "Gerechtigkeit" zu sorgen.

Was erwartet mich?

Als Studentin und Student der Rechtswissenschaften lernt man somit auch, sich mit diesen moralischen, gesellschaftlich, aber mitunter auch politischen Problemen auseinandersetzen zu können.

Juristinnen und Juristen wenden abtrakte Gesetzestexte auf reale Sachverhalte an und entwickeln somit während des Studiums ein ausgeprägtes analytisches Denkvermögen und die Fähigkeiten zu abstrahieren sowie logische Schlüsse zu ziehen.

Die Sprache ist Handwerkszeug und Ausdrucksmittel der Rechtswissenschaft. Ein unverständliches Gesetz oder Urteil kann seinen Zweck nicht erfüllen, so dass auch während des Studiums das Vermögen entwickelt wird, Ergebnisse sicher, präzise sowie überzeugend und sprachlich gewandt vorzutragen.

Nicht zuletzt haben Juristen und Juristinnen in ihrem Beruf aber auch immer mit einer Vielzahl von Menschen zu tun und auch hinter den zu treffenden Entscheidungen stehen zumeist immer die Schicksale von Menschen, so dass während des Studiums auch sehr Wert auf den Ausbau sozialer Schlüsselkompetenzen gelegt wird.

Was bietet mir die Juristische Fakultät Hannover?

Obwohl das Studium der Rechtswissenschaften in Deutschland stark an staatliche Vorgaben gebunden ist, bietet die Juristische Fakultät der Leibniz Universität Hannover nicht nur eine umfassende ambitionierte juristische Ausbildung; zahlreiche Nebenfächer bieten Möglichkeiten zur Vertiefung und Erweiterung des eigenen Horizontes an. 

  • Erstsemester an der Juristischen Fakultät erwarten ab der ersten Studienwoche umfassende Tutorien. Die Tutorien werden von besonders erfahrenen Studierenden höherer Semester durchgeführt und gewähren einen umfassenden Einblick in die Leibniz Universität Hannover, die Juristische Fakultät, aber auch in Hannover als Wohn- und Studienort. Auch nach der ersten Woche treffen sich die Tutorien regelmäßig, so dass Startprobleme gar nicht erst aufkommen und niemand allein gelassen wird.
  • Vorlesungen in Methodik und Rhetorik sowie die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen und Workshops in der Klausurbearbeitung schaffen eine solide Basis an wichtigen allgemeinen juristischen Fertigkeiten.

  • Die Klausurenklinik bietet bei allgemeinen Schwächen beim Anfertigen von Klausuren und Hausarbeiten ihre Hilfe an. Für jedes Rechtsgebiet gibt es spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Studierende jedes Semesters auch bei allen weiteren Fragen und Problemen im Zusammenhang mit der Klausurvorbereitung und der Anfertigung von Hausarbeiten unterstützen.

  • Drei Pflichtpraktika von jeweils vierwöchentlicher Dauer bieten die Möglichkeit, schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt in spätere mögliche Tätigkeitsfelder hineinzublicken.

  • Für einen späteren Beruf mit anwaltlichem Tätigkeitsschwerpunkt bietet das ergänzende ADVO-Zertifikatsstudium den Studierenden unter großer Beteiligung der Anwaltschaft zahlreiche anwaltsorientierte Veranstaltungen an. In der Legal Clinic können Studierende über das normale Studium hinaus bereits erste anwaltliche Erfahrungen sammeln.
    Unter Anleitung erfahrener Anwälte bietet die Legal Clinic somit einen fundierten Einblick in die Anwaltstätigkeit.

  • Die verpflichtende erfolgreiche Teilnahme an einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung oder an einem rechtswissenschaftlichen Sprachkursus bereitet auf eine mögliche Tätigkeit im internationalen Bereich vor.

  • Der LL.B.-Studiengang im IT-Recht & Recht des geistigen Eigentums ist ein auf vier Jahre angelegter Studiengang, der mit dem akademischen Grad “Bachelor of Law (LL.B.)” abgeschlossen wird. Angeboten wird er seit dem Wintersemester 2011/12 von der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover. Im dritten Studienjahr ist ein Auslandsaufenthalt an einer der Partneruniversitäten vorgesehen. Der LL.B. ist ein eigenständiger Studiengang mit dem Abschluss "Bachelor of Laws" und kann auch begleitend zum Staatsexamen gemacht werden.

  • Die Juristische Fakultät bietet interessierten Studierenden - natürlich auf freiwilliger Basis - die Möglichkeit zum Studium im Ausland. Zahlreiche Partneruniversitäten rund um den Globus stehen hierfür im Rahmen des optionalen Studienganges ELPIS I Certificatum Legum Europae zur Verfügung.

  • Simulierte Gerichtsverhandlungen - so genannte Moot Courts - in denen Studierende die rechtliche Vertretung der Prozessparteien darstellen, bieten die Möglichkeit, das juristische Wissen des eigenen Rechtskreises praktisch zu erproben und gleichzeitig zusätzliches Wissen in materiellem Recht und Prozessrecht anderer Rechtskreise zu erwerben. Die Moot Courts finden sowohl auf deutschsprachiger, aber vorallem auf internationaler Ebene statt. Die Teams der Juristischen Fakultät nehmen regelmäßig erfolgreich an regionalen bis internationalen Ausscheidungen der Moot Courts teil.

  • eJura - ein Sammelportal für alle digitalen Angebote der Juristischen Fakultät. Hier sind zum Beispiel Onlinevorlesungen (LAVES) und Links zum zentralen Lernmanagementsystem (Stud.IP) zu finden oder Professorinnen und Professoren bieten Onlinesprechstunden an, bei denen in Echtzeit auf anonym gestellte Fragen geantwortet wird.

  • Die Mitarbeit in zahlreichen Gremien der studentischen Selbstverwaltung - in der Art einer Schülervertretung, aber mit wesentlich mehr Möglichkeiten - bietet die Optionen die Hochschulstruktur näher kennenzulernen und sich politisch und sozial zu betätigen.
    Insbesondere die Fachschaft  der Juristischen Fakultät hat eine starke Bindung zu Studierenden und Fakultät und führt regelmäßig Veranstaltungen für Studierende aller Semester durch. 

Die Juristische Fakultät bietet eine professionelle gleichwohl aber auch familiäre Atmosphäre; trotz hoher Studierendenzahlen geht der Kontakt zwischen Professorium und Studierenden nicht verloren.

Und der Campus?

Das Campusleben konzentriert sich auf dem zentral in Innenstadtnähe gelegenen ehemaligen Verwaltungsgelände der Continental-AG, dem Conti-Campus. Schon von weitem erkennt man das denkmalgeschützte vierzehnstöckige Hochhaus. 

Hier finden sich alle wichtigen Institutionen, wie Bibliothek, Rechenzentrum, Mensa und Vorlesungs- und Seminarräume. Teile des Campus wurden im letzten Jahr neu gestaltet und stehen - bei schönem Wetter - als Ruhe- und Erholungsflächen zur Verfügung. Aber auch Parks, Gärten und die Geschäfte auf dem sogenannten "E-Damm" sind weniger als fünf Gehminuten entfernt.

Wie läuft das Studium ab?

PDF-Präsentation "Was macht eigentlich ein Jurist?" zur Winteruni 2010

Im Gegensatz zu den meisten anderen Studiengängen ist die Juristenausbildung und damit auch das Jurastudium stark an staatliche Vorgaben gebunden. Das Deutsche Richtergesetz und die Gesetze der einzelnen Bundesländer zur Juristenausbildung schreiben detailliert die Voraussetzungen der Abschlüsse der Ersten (Juristischen) Prüfung und des Zweiten Juristischen Staatsexamens vor.

Der universitäre Teil der Ausbildung wird mit der Ersten Prüfung abgeschlossen, die sich aus der staatlichen Pflichtfachprüfung (70 Prozent) und der universitären Schwerpunktbereichsprüfung (30 Prozent) zusammensetzt.

Als Schwerpunkte (SP) stehen an der Leibniz Universität Hannover 

zur Auswahl.

Im Anschluss an die Erste Prüfung, nach welcher sich die Absolventinnen und Absolventen Diplom-Juristinnen und -Juristen nennen dürfen, folgt das zweijährige Referendariat, das die praktische Ausbildung in Verwaltung, Staatsanwaltschaft, Gericht und vor allem in der Anwaltstätigkeit gewährleistet und mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen abschließt.

unbedingt zu empfehlen:

  • die Orientierungshilfe "testjurSELF". Hier wird das eben Gesagte nochmal in prägnanter Form wiederholt und weiterführende Informationen geboten. Man erhält einen umfassenden Einblick in das Studium der Rechtswissenschaften in Hannover!
  • Die Videoeinblicke in das Studium. Vier kurze Videos geben Einblick in den Alltag eines Tages an der Juristischen Fakultät. Wer wissen möchte, was eine Vorlesung, eine Arbeitsgemeinschaft, eine Große Übung oder ein Seminar an der Juristischen Fakultät ausmachen, für den sind diese vier Videos unerlässlich.
  • Die vielfältigen Studienberatungsangebote der Universität Hannover und der Juristischen Fakultät beantworten gerne alle Fragen rund um das Studium.
  • Das Ansehen der Präsentation der Juristische Fakultät auf den Hochschulinformationstagen (HIT) 2013 - sie gibt noch einen guten Überblick über das Jura-Studium und über die Arbeit eines Juristen.

Entschieden? - Zur Bewerbung!

Die Bewerbung für das Studium der Rechtswissenschaften in Hannover ist nur zum Wintersemester 2016/2017 möglich und erfolgt bis zum 15.07.2016 über die Seiten der Leibniz Universität Hannover.