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Videoeinblicke in das Studium

Von einer Vorlesung haben Sie vielleicht schon vor Studienbeginn eine Vorstellung, doch wissen Sie auch, was eine Übung, eine Arbeitsgemeinschaft oder ein Seminar sind? 

Die folgenden Videos bieten Ihnen exemplarische Einblicke in die unterschiedlichen Lehrveranstaltungsformen des rechtswissenschaftlichen Studiums an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover.

Die Vorlesung

In der Vorlesung wird das Grundwissen für das Studium vermittelt. Vorlesungen sind grundsätzlich in die Kerngebiete Strafrecht, Öffentliches Recht und Zivilrecht aufgeteilt. Je Fachbereich finden die Vorlesungen jeweils zwei bis drei Mal wöchentlich für alle Studierenden eines Semesters in einem Hörsaal statt.

Der Professor oder die Professorin vermittelt im Frontalunterricht beispielsweise mit Hilfe von Powerpoint- Präsentationen und zuvor zur Verfügung gestellten Skripten den Lehrstoff in Form von Vorträgen und Fallbearbeitungen. Fragen und Mitarbeit sind natürlich erlaubt und erwünscht.

Anders als in der Schule wird erwartet, das komprimierte Wissen aus der Vorlesung in Eigenarbeit vorzubereiten oder aufzuarbeiten.
Am Ende jedes Semesters wird die Vorlesung mit jeweils einer Klausur und einer möglichen Hausarbeit abgeschlossen.

Die Arbeitsgemeinschaft

Die Arbeitsgemeinschaft ist eine Veranstaltung, die zur Vertiefung und Nachbereitung der in der Vorlesung vermittelten Inhalte dient.
In einer Gruppe von circa 20 Studierenden werden unter Anleitung eines Dozenten oder einer Dozentin Fälle besprochen und Problematiken der Vorlesung aufgegriffen und erläutert.

Die Anmeldung erfolgt über das Onlineportal „studIP“. Hierbei kann sich jeder Studierende seine bevorzugten Termine und Dozenten auswählen. Weiterhin steht dieses Portal während der gesamten Vorlesungszeit für den Austausch von Dokumenten sowie die offene Diskussion zur Verfügung.

Grundsätzlich besteht keine Teilnahmepflicht, jedoch wird bei regelmäßiger Anwesenheit eine Teilnahmebestätigung ausgestellt, die im Falle eines Universitätswechsels relevant sein kann.

Der wesentliche Unterschied zur Vorlesung ist neben der Größe die klassenähnliche Atmosphäre, die das Mitarbeiten jedes einzelnen Studierenden wesentlich erleichtert. Vorteilhaft ist weiterhin, dass gezielt einzelne unklare Thematiken angesprochen und aufgearbeitet werden können.
Ingesamt ist die Arbeitsgemeinschaft eher praxisorientiert und beinhaltet vornehmlich die Arbeit am konkreten Fall.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Arbeitsgemeinschaft eine Vertiefungsmöglichkeit ist, die in der Realität einen wesentlich besseren Lehr- und Lernerfolg bietet.

 

 

Die Große Übung

Eine Große Übung ist der Oberbegriff für eine Vorlesung in Verbindung mit Arbeitsgemeinschaften, in denen die Vertiefung des vermittelten Stoffes vorgenommen wird.

Die Übung wird von einem Professor / einer Professorin des jeweiligen Rechtsgebiets, d.h. Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht, geleitet.
Inhaltlich werden in der Übung im Gegensatz zur Vorlesung im Grundstudium themenübergreifend anspruchsvolle und interessante Fälle mit den Studierenden besprochen.

Schwerpunkte des Fachgebiets (z.B. des Deliktsrechts oder des Verfassungsrechts) werden vereinzelt in der Vorlesung vertieft. Den Studierenden wird dadurch auf interessante Art und Weise der Zusammenhang der einzelnen Fachgebiete vermittelt. Daneben wird in Arbeitsgemeinschaften (sog. AGen) die Gelegenheit gegeben bei der dortigen Fallbearbeitung Probleme detaillierter und intensiver zu erörtern.

Voraussetzung für die Teilnahme an einer Großen Übung ist das Erreichen von insgesamt mindestens 12 Punkten in mindestens 2 Klausuren in dem jeweiligen Fachgebiet und das Bestehen einer Hausarbeit im Strafrecht und im Zivilrecht oder im Öffentlichen Recht.

In der Großen Übung, die jeweils ein Semester lang stattfindet, müssen dann von 4 Klausuren mind. 2 bestanden werden. Zudem muss in unmittelbarem Zusammenhang vor oder nach der Vorlesungszeit eine Hausarbeit geschrieben werden.

Das Seminar

Das Seminar richtet sich an Studierende höherer Fachsemester. Es unterscheidet sich von den anderen Veranstaltungsformen dadurch, dass die Studierenden zu einem bestimmten Thema eigenständig wissenschaftlich arbeiten.

Nach Vergabe der Themen beginnen die Studierenden in der Bibliothek zu ihren Themen nach geeigneten Arbeitsmaterialien zu suchen. Innerhalb der vorgegebenen Zeit fertigt der Studierende eine schriftliche Arbeit an. Durchhaltevermögen ist gefragt!

Wenn der Studierende seine Arbeit abgegeben hat, überlegt er, wie er sie in Form eines ansprechenden Vortrags vor dem / den Dozenten und den Seminarteilnehmern präsentiert. Am Tag ihrer Vorträge versammeln sich die Semimarteilnehmer mit dem/ den Dozenten. Nacheinander stellen sie ihre Ergebnisse vor, woran sich eine Diskussion mit den anderen Teilnehmern und dem / den Dozenten anschließt.

Zum Abschluss erfolgt durch den / die Dozenten die Bewertung der Arbeit sowie des Vortrages.

Die Videos wurden gemeinsam mit einer Hamburger Filmproduktion realisiert.