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Hintergrund

Teilnehmer des Vis Moot
Vor einem Pleading in Wien 2007

Wer am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court teilnimmt, tut dies in der Regel nicht, um lediglich einen Schein zu erschlagen. Denn dieser Moot Court ist mehr. Er ist, neben dem Staatsexamen, sicherlich die größte Herausforderung, der sich Jurastudierende stellen können.

Angefangen hat alles im Jahr 1993. Gemeinsam mit der UNCITRAL (United Nations Comission on International Trade Law) plante die New Yorker Pace University einen Moot Court, welcher Studierenden aus der ganzen Welt die Möglichkeit eröffnen sollte, anhand eines fiktiven Falls verschiedene Phasen eines internationalen Schiedsverfahrens durchzuspielen. Um diesem Anspruch Rechnung tragen zu können und den "Vis Moot" nicht zu einer rein amerikanischen Veranstaltung zu machen, wählte man als Austragungsort die österreichische Hauptstadt Wien.

Die Rechnung ging auf. Nahmen am ersten Durchgang 1993/1994 lediglich Teams von 11 Universitäten aus 9 Ländern teil, stellten sich beim 13. "Vis Moot" 2006/2007 bereits 177 Universitäten aus 51 Ländern dieser Herausforderung. So ist der Vis Moot im Bereich des Zivilrechts sicherlich der prestigeträchtigste und international anerkannteste Hochschulwettbewerb.

Warum ist der Vis Moot so erfolgreich?

Fragt man Prof. Eric Bergsten, den Direktor, so ist dies ganz einfach zu beantworten. Ein anspruchsvoller und bis in das letzte Detail durchdachter Fall verlangt den Teams ein hohes Maß an Engagement und Können ab, um diesen zu bewältigen. Heraus kommt eine Bearbeitung, die sich in ausgezeichneten Schriftsätzen und mündlichen Vorträgen niederschlägt, welche für einen studentischen Wettbewerb sicherlich einzigartig sind. Ein derartiges Niveau zieht dann wiederum hochkarätige Praktiker und Praktikerinnen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, welche aus der ganzen Welt und auf eigene Kosten anreisen, um die Studierenden zu bewerten, was wieder einen Anreiz für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schafft, sich noch mehr anzustrengen und das Niveau weiter zu befördern. Wen dieses Fieber einmal gepackt hat, den lässt es so schnell nicht mehr los.Der Willem C. Vis Moot Court ist also für all diejenigen Studierenden interessant, die über die Grenzen ihres normalen Studiums hinausblicken wollen und sich eine berufliche Zukunft mit internationaler Ausrichtung vorstellen können. Er bietet zudem die Möglichkeit, mit der internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit, eine zukunftsträchtige und stark nachgefragte Branche kennen zu lernen, die im regulären Studium so nicht vorkommt.

Er ist zudem eine sinnvolle Vorbereitung/Ergänzung zum Schwerpunktbereich 5 (Recht der internationalen Integration und Rechtsdurchsetzung), da er thematisch die Bereiche Transnationales Wirtschaftsrecht, Internationales Privatrecht, Internationales Zivilprozessrecht und zivilrechtliche Rechtsvergleichung behandelt. Da die einschlägigen Konventionen größtenteils ursprünglich dem Völkerecht entstammen, kommt auch dieser Bereich in Grundzügen vor.

Für die Teilnahme werden Leistungsnachweise für das ADVO-Z (Moot Court) sowie der Fremdsprachenachweis nach § 7 der Studienordnung und der Schlüsselqualifikationsnachweis nach § 9 der Studienordnung ausgestellt. Zudem erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein sog. "Freisemester", also die Möglichkeit, nach § 17 Nr. 4 NJAVO ein Studiensemester bei der Berechnung der Studienzeit für den Freiversuch nach § 18 NJAG unberücksichtigt zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Moot Court?

  • Simulierte Gerichtsverhandlung
  • Studenten übernehmen die Rolle von Rechtsanwälten
  • Bearbeitet wird ein fiktiver Fall

Was ist das besondere am Vis Moot Court?

  • Problem im Schiedrecht und UN-Kaufrecht
  • Internationales Studentenwettbewerb
  • Verhandlungssprache ist Englisch
  • Mehr als 200 teilnehmende Teams
  • Aus über 50 verschiedenen Ländern
  • Mündliche Verhandlungen zum Schluss in Wien

Warum sollte ich am Vis Moot teilnehmen?

  • Internationaler Kontakt zu anderen Studierenden
  • Intensive Betreuung durch Professoren und Rechtsanwälte
  • Probepleadings bei deutschen und internationalen Großkanzleien mit persönlichem Kontakt
  • Premoots in der ganzen Welt

Was ist ein Premoot?

Hierbei treffen sich Teams verschiedener inländischer und ausländischer Universitäten um ihrem Leistungstand und die Überzeugungskraft der verschiedenen Argumente in ihren Pleadings (engl.: Plädoyers) zu vergleichen .
Der Hanover PreMoot wird in diesem Jahr zum dritten Mal veranstaltet und zählt mittlerweile zu einem der drei größten Premoots in Deutschland.

Wohin reisten die Vis Moot Teams im Rahmen des Wettbewerbs?

Ziele des Hannoveraner Vis Moot Teams (Auswahl):

  • Köln (Summer Academy on Interational Arbitration)
  • Düsseldorf (Arbitration School)
  • Rostock (Premoot)
  • New York (Premoot)
  • Berlin (Premoot)
  • Berlin (Kanzleipleading Hengeler Müller)
  • Hamburg (Kanzleipleading Freshfields)
  • Frankfurt (Kanzleipleading Baker & McKenzie)
  • Hamburg (Kanzleipleading Taylor Wessing)
  • Düsseldorf (Premoot)
  • Leuven (Premoot)
  • Hongkong (Finalrunden)
  • Wien (Finalrunden)

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