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Reformforderungen zum Familienrecht und zur Rechtsstellung der Frau 1875-1933

Das Projekt wertet die Reformvorschläge der Jahre 1875-1933 in Deutschland zum Familienrecht, namentlich zur Rechtsstellung der Frau aus. Die damaligen Schriften stehen für die rechtshistorisch folgenreichste und damit bedeutendste Auseinandersetzung zur Gleichberechtigung der Geschlechter überhaupt. Neben Texten konservativer und reformorientierter Juristen werden in die Untersuchung insbesondere die Forderungen von Frauen einbezogen, die in radikale und gemäßigte Reformkonzepte eingeteilt werden können. Gerade die damaligen Frauenforderungen finden sich im heutigen BGB eher verwirklicht als die ursprünglichen Vorstellungen des Gesetzgebers von 1896. Der Quellenbestand ist bisher trotz seiner herausragenden Bedeutung nur zu einem kleinen Teil dokumentiert und kaum interpretiert worden. Ziel ist (neben Dokumentation und Bibliographie) speziell die Auswertung zeitgenössischer Diskurse über Gleichheit und Verschiedenheit der Geschlechter und Begründungen der rechtlichen Gleich- bzw. Ungleichbehandlung. Zudem soll ein neuer Ansatz zur Interpretation gegenwärtigen Familienrechts entwickelt werden, indem Wurzeln heutiger Modelle der Gleichberechtigung und Kompensation freigelegt und Parallelen zu gegenwärtigen Diskursen deutlich werden.

Die nachfolgende Übersicht bietet eine aufbereitete, öffentlich zugängliche Quellendokumentation nebst kurzen Einführungen in weitere Themenschwerpunkte.